Im März verschmolzen die Unternehmen Bwin und PartyPoker zum Konzern Bwin.Party Digital Entertainment und seitdem sieht es für das Unternehmen in Sachen Börse gar nicht mehr rosig aus.

Die Aktien gingen den Keller und der Kurs wurde stark reduziert. Vor Kurzem aber kursierten Spekulationen, die den Aktienwert wieder anhoben und diese Tendenz bleibt.

Das Unternehmen Wynn Resorts soll Interesse an einem Kauf haben. Bevor es in den USA den Schwarzen Freitag gab, führte das Unternehmen Gespräche mit dem Pokerriesen PokerStars und es hat den Anschein, als ob man andere Wege beschreiten will.

Die vorliegenden Vorlagen in Sachen Regulierung beinhalten die Tatsache, dass nur Unternehmen, die schon eine Konzession in Sachen Glücksspiel haben, am kommenden Markt Fuß fassen dürfen. Das ist auch der Grund, warum Betreiber und traditionelle Casinos Kooperationspartner suchen, um auf dieses Ereignis vorbereitet zu sein.

Der Besitzer von Wynn Resort, ein Milliardär, könnte natürlich das Geld auf den Tisch legen und Bwin.Party dann erwerben, eine einfache Lösung für den Konzern, denn das Unternehmen Party Poker gehört ebenfalls der World Poker Tour und bietet alles, was man in der Pokerbranche so braucht.

Doch der Konzern soll nicht der einzige Interessent sein. William Hill, ein britischer Buchmacher, soll ebenfalls Interesse an dem Unternehmen bekundet haben. Es ist aber festzuhalten, dass man auf Bwin vorher nicht gut zu sprechen war und potentielle Gespräche keinen raschen Erwerb ermöglichen werden.

Der virtuelle Glücksspielmarkt in den Vereinigten Staaten soll in Kürze reguliert werden und Volksvertreter sowie Interessengruppen wollen ihre Ziele rasch durchboxen. Im kommenden Jahr finden im Land die Präsidentschaftswahlen statt und wegen der wirtschaftlichen Misere rechnet man mit einer raschen Regulierung.

Man fragt sich aber nicht, ob dieser Markt schnell zum Ziel kommt, sondern wer im Land das Ziel mit seinem Gesetz als Sieger erreicht. Die "Californian Online Poker Association" machte schon Anzeigen öffentlich und verspricht satte Erträge, um die Kritiker zu beschwichtigen.

Der Sprecher der Behörde sagte, dass der Bundesstaat gleich eine Viertelmilliarde Dollar einnehmen wird und später dann noch mehr Milliarden kommen werden. Die Betreiber der Casinos der "Morongo and San Manuel bands of Indians" unterstützen die Behörde finanziell und diese hat im Juni ein Übereinkommen mit dem iPoker Netzwerk Sciplay abgeschlossen.

Ist das entsprechende Gesetz in Kraft, stünde dem Unternehmen nichts mehr im Weg. Was die interne Regelung der Bundesstaaten angeht, so hat Kalifornien den besten Entwurf zu bieten. Bundesweit gibt es zwei Konkurrenten.

Dies ist zum einen der "Online Poker Act of 2011" von Senator Barton, der schon präsentiert wurde und bereits mehr als 20 Anhänger im Senat hat. Die American Gaming Association ist der zweite Kandidat, sie möchte den von Senator Rockefeller erarbeiteten Entwurf vorstellen und damit punkten.

Die Institution investierte 2011 rund anderthalb Millionen Dollar in Lobbyarbeit. Damit soll den Volksvertretern das Online Poker schmackhaft gemacht werden. Infolge des Schwarzen Freitag sehen die Unternehmen in der Glücksspielbranche eine zweite Chance und jeder möchte sein Stück vom Kuchen abhaben.

Man wird sehen, welche Unternehmen kooperieren, welche Käufe stattfinden und welche juristischen Vorgaben den Online Glücksspielmarkt wieder zugänglich machen.