Der Glücksspielvertrag für die Bundesrepublik Deutschland wurde vor drei Jahren gültig und der Europäische Gerichtshof in Luxemburg befand ihn im Jahr darauf für ungültig.

Dieser Entschluss hat Debatten über einen neuen Vertrag entfacht. Aktuell sind die Diskussionen in Bezug auf dieses Thema so gut wie beendet, da die Länderchefs in Bälde ihre Stimmen zu dem Vertrag abgeben.

Zudem sorgten neue Schlagzeilen für Aufruhr. Auf der beliebten Urlaubsinsel Sylt wurde vor Kurzem ein Treffen der Glücksspiellobby abgehalten. Hier fanden sich unter anderem Angehörige der CDU und FDP aus den nördlichen Bundesländern zusammen, die hier unbedingt dabei sein und eine kostenlose Nacht in einem exklusiven Hotel auf der Insel verbringen wollten.

Hier traf man den Fraktionsvorsitzenden der CDU des Landtags in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt und seinen Amtskollegen von der FDP und andere namhafte Volksvertreter, Repräsentanten wichtiger Glücksspielbetreiber im privaten Sektor, Wirtschaftskonzerne und Sportvereinigungen an.

Hier stand eine Gesetzesvorlage seitens der beiden obengenannten Parteien in Bezug auf den kommenden Glücksspielvertrag im Mittelpunkt. Selbstredend war die SPD von dieser Zusammenkunft nicht besonders erbaut und bemängelte die geplante Intervention dieser Lobby im Hinblick auf diese Vorlage.

Welche Tendenz hier in der Bundesrepublik zukünftig angestrebt wird, steht noch in den Sternen.