Der Glücksspielvertrag steht immer mehr auf tönernen Füßen, dies wird genutzt um überall mobil dagegen zu machen. Auch die 11 staatlichen Casino Unternehmen, zu denen öffentlich-rechtliche Trägerschaften an 42 Standorten zählen, tun sich nun bundesweit zusammen. Der Deutsche Spielbankenverband wurde vor kurzem erst ins Leben gerufen.

Dieser soll die Interessen der am Gemeinwohl ausgerichteten öffentlich-rechtlichen Casinos auf den drei Ebenen Land, Bund und Europa vertreten. Er hat die Aufgabe Ansprechpartner für Politik, Medien, Wirtschaft und die breite öffentlichkeit für alle Angelegenheiten des Glücksspiel- und Casino Bereiches zu sein. Selbstredend soll dieser Verband die Interessen der Casinos vertreten, wenn der Vertrag endgültig abgeschafft wird. Der neue Vorsitzende des Verbandes sagte, dass die öffentlich-rechtlichen Casinos die ordnungspolitische Aufgabe der Länder innehätten, ein ausreichend reizvolles, verantwortungsvolles und vertrauenswürdiges Angebot an Glücksspiel anzubieten.

Mit diesem Auftrag sehe sich der Verband als Impulsgeber für die öffentliche Debatte zu präsenten und in Zukunft kommenden Herausforderungen in diesem Bereich. Man wolle mit dem frischgebackenen Verein stärker an dem Dialog zur Kontrolle des Glücksspiels teilnehmen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gesetze im Bereich Glücksspiel der Bundesländer die Basis für die Arbeit, welche sich noch in diesem Jahr spätestens aber nächstes Jahr erledigt haben werden, wenn der Glücksspielvertrag außer Kraft tritt. Eine Fortführung gilt momentan als nicht wahrscheinlich.

Der Verband betrachtet eine weitere Kommerzialisierung des Glücksspiels äußerst skeptisch und ist der Ansicht, dass es wegen seiner Gefahren unter einer rigiden Kontrolle stehen sollte. Die Interessen der Casinos spielen hier die Hauptrolle, denn eine öffnung dieses Marktes könnte ihr Monopol bedrohen. Die zukünftig mögliche Organisation des Glücksspielangebotes mit privaten Online Casinos ist ebenso wichtig. Der Verband vertritt alle 11 staatlichen Casino Unternehmen, welche an 42 Standorten in den 10 Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen zu finden sind.

Die Zentrale befindet sich in der Hauptstadt Berlin. Im vergangenen Jahr nahmen diese Spielbanken einen Bruttospielertrag von knapp 350 Millionen Euro ein. Hiervon wurden 202 Millionen Euro an Steuern gezahlt. Diese Zahlen und die gesamt knapp 4 Millionen Gäste machen aus den Casinos einen ernstnehmenden ökonomischen Aspekt hierzulande.