Nun steht es fest: die schwarz-gelbe Regierung der Hauptstadt Schleswig Holstein will das staatliche Monopol auf Glücksspiele abschaffen. Sportwetten, Poker, Online Casinos und vieles mehr sollen nun zu Gunsten der Spieler und der Landeskasse möglich werden. Doch dann gab der Fraktionschef an, dass man Sperren im Netz für alle aus den Rahmen fallenden Angebote aus dem Ausland schaffen wolle.

Davon waren Spieler und Datenschützer wenig begeistert. Die Regierung hat nun eine Entwarnung ausgesprochen. Es seien keine derartigen Sperren vorgesehen. Man habe zwar über solche Dinge gesprochen, aber man sei darin übereingekommen, dass Netzsperren wenig dabei helfen, illegale Angebote zu bekämpfen. Der Fraktionschef selbst äußerte sich zu dem Gerücht, er sagte, dass eine solche Regelung im Gesetzesentwurf zur Abänderung des Vertrages keine Rolle spielt.

Auch Hans Arp, der an diesem Gesetz mitwirkt bekräftigt die äußerung seines Kollegen. In diesem Entwurf stehe das Glücksspiel im Mittelpunkt und keine Netzsperren, diese würden folglich bei der Vorstellung der Initiative unwichtig sein. In Kürze möchte das Bundesland die Pläne vorstellen. Hans Arp, der CDU-Abgeordneter ist, sagt, dass lediglich die Wetten schon knapp 8 Milliarden Euro bringen.

Doch nur ein kleiner Teil laufe gesetzmäßig ab, der Löwenanteil von 95 Prozent fließe in ein rechtliche Dunkelzone im Ausland. Man wolle die Glücksspiele legal machen, so seien sie auch regulierbar, so Arp. Die Chance ist groß, dass der Vertrag, der Ende dieses Jahres außer Kraft treten soll nun doch überarbeitet und dem liberalen Recht der EU, welches bislang außer Acht gelassen wurde, angepasst wird.

Dies ist eine wichtiger Schritt für alle, denn die Spieler gewinnen ihre Freiheit zurück, die Online Casinos könnten sich darauf verlassen, das die deutsche Gesetzgebung nur für ihre überweisungen gültig sein wird und er Staat kann Steuern einnehmen. Von einer änderung kann man nur profitieren.