In den meisten Fällen folgen die EU-Richter der Gerichte der Meinung des Generalanwalts und daher scheint nun die Zukunft der Glücksspielwerbung in österreich auf wackeligen Füßen zu stehen. Nach Meinung der Generalanwältin liegt die Entscheidung über die Frage, ob die Beschränkungen für das Anbieten von Glücksspielen mittels Automaten mit dem EU-Recht vereinbar sind, beim Unabhängigen Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich (UVS).

In Bezug auf die Glücksspielwerbung führte die Generalanwältin auf, dass Werbung für Glücksspiel dieses in den Vordergrund stelle und die Zuschauer zum Spielen animieren soll. Während aber in österreich ein höherer Verbraucherschutz angestrebt wird, sei diese Bewerbung des Glücksspiels nicht im Sinne des staatlichen Glücksspielmonopols, so die Anwältin. Die Werbung für Glücksspiel sorgt dafür, dass der Glücksspielmarkt weiterhin wächst, gleichzeitig jedoch gibt es in Österreich eine begrenzte Anzahl an Glücksspiellizenzen, damit der Spielerschutz garantiert werden kann. Hier werden ein eindeutiger Wiederspruch und somit auch eine Unvereinbarkeit der Werbung mit den bestehenden Gesetzen gesehen.

In Bezug auf die begrenzte Anzahl an Glücksspiellizenzen machte die EuGH-Gutachterin deutlich, dass dies zwar einerseits die Dienstleistungsfreiheit eingrenzen würde, jedoch gleichzeitig aber für einen enormen Spielerschutz sorge und die Kriminalität langfristig bekämpfen solle. Das UVS hat nun die Aufgabe in Bezug auf diese Aussagen die Verhältnismäßigkeiten zu prüfen.

Derzeit ist die Situation in Österreich so geregelt, dass 15 Casinokonzessionen vergeben werden dürfen sowie drei Lizenzen für das kleine Glücksspiel pro Bundesland. Die Behörden haben die Option Kontrollen einzuführen, um so gegen illegale Anbieter vorzugehen und hier sollen auch weitere Sanktionen ausgearbeitet werden, um die Illegalität in Bezug auf das Glücksspiel sinnvoll und langfristig zu bekämpfen.