Die Konkurrenz war schon deutlich zu spüren, denn die Besucherzahlen reduzierten sich um 20 Prozent und damit einhergehend fiel auch der Bruttospielertrag um 28 Prozent. Das Grand Casino Baden gilt als wichtigste Beteiligung der Stadtcasino Baden Gruppe und mit dem erfolgreichen letzten Jahr konnte die Marktführerschaft im Großraum Zürich erfolgreich verteidigt werden.

Mit den Zahlen des letzten Jahres sichert das Casino Baden sich weiterhin den Platz als drittgrößtes Casino, nach dem Casino Montreux und dem Grand Casino Basel. Neben dem Erfolg des Grand Casinos Baden, konnte auch das im Besitz der Stadtcasino Baden Gruppe stehende Casino Davos mit Erfolg glänzen, denn dieses verzeichnete einen Umsatzwachstum in Höhe von vier Prozent. Grundsätzlich ist der Bruttospielertrag der Schweizer Casinos weiterhin sinkend, auch mit den beiden neuen Casinos in Zürich und Neuenburg.

Mit den sinkenden Einnahmen sinken auch die Steuerabgaben und dies ist in den einzelnen Kantonen deutlich spürbar. Dadurch, dass zwei neue Spielbanken hinzu gekommen sind, fällt der Spielbankabgabesatz auch niedriger aus. Gründe für den Umsatzrückgang in den Schweizer Spielbanken werden unter Anderem in dem 2010 in Kraft getretenen Rauchverbot in den Spielbanken gesehen. Nach Angaben von Detlef Brose, dem CEO der Stadtcasino Baden Gruppe, sei auch die Konkurrenz durch die Spielhallen und die Anbieter im Internet ein großes Problem für die traditionellen Spielbanken in der Schweiz.

Die Stadtcasino Baden AG verfolgt dennoch weiterhin eine eindeutige Vorwärtsstrategie. Dies zeigte bereits die Erweiterung der Casino-Geschäftsfelder im deutschsprachigen Raum. Im vergangenen Jahr konnte die Konzession in Sachsen-Anhalt erfolgreich gewonnen werden. Die Casinoeröffnungen in Magdeburg und Leuna stehen noch für den Herbst dieses Jahres auf dem Plan. Auch fand ein Zusammenschluss mit der Gauselmann Gruppe statt, um sich gemeinsam für eine Konzession und damit einhergehend ein Casinoprojekt in Wien zu bewerben. Den Standort konnte man sich bereits sichern und nun bleibt abzuwarten, ob die Unternehmen mit dem Palais Schwarzenberg als Standort einen Zuschlag für die Konzession in Wien bekommen werden.