Die Glücksspielzonen sind nicht gerade von Erfolg gekrönt, nun will man die Casinostadt nach Sotschi verlegen. Dies geschieht, weil die Schließung vieler Casinos in Russland und die Fokussierung auf vier Zonen nicht erfolgreich war.

Nun wagt man einen erneuten Versuch. Die Glücksspielzone Asow-Stadt ist vor einem Jahr offiziell geöffnet worden, doch Tatsache ist, dass dort bislang nur ein Casino aufgemacht hat.

In der Region Krasnodar denkt man schon darüber nach, ob man die Glücksspielzone nicht woandershin verlagern sollte. Dies soll an einem Ort sein, an dem mehr Infrastruktur und Touristen vorhanden sind. Im Gespräch sind laut russischen Zeitungen momentan die Badeorte Anapa oder Sotschi am Schwarzen Meer.

Der Gouverneur von Krasnodar hat schon einen Brief mit dem Anliegen der Verlagerung von Asow-Stadt an den russischen Präsidenten Medwedew gesendet. Die Zone sei zu weitab vom Schlag, um Gäste und Investoren herzulocken. Der Präsident möchte, dass die Regierung diese Idee prüft. Asow-Stadt zählt zu den vier offiziellen Glücksspielzonen in Russland.

Vor vier Jahren etablierte der damals amtierende Präsident Putin, der das Glücksspiel an Alkoholisierung des Volkes ansieht, ein Gesetz, nach dem Spielen in Russland ab dem 1.7.2009 verboten ist. Ausnahme sind hier die vier Sonderzonen. Trotz der Schließungsvorhaben, ist Asow-Stadt noch die Nummer Eins unter den Spielzonen.

Die Grundstücke des Zockergebietes in Kaliningrad will man bereits seit zwei Jahren an den Mann bringen- bisher ohne Erfolg. In der Zone ?Sibirische Münze?, die sich im Gebiet Altai befindet, fand man schon zwei Interessenten für zwei Grundstücke, doch man geht davon aus, dass hier frühestens in drei Jahren die ersten Casinos aufmachen werden. Ganz hinten liegt die Region Primoje im Osten des Landes.

Hier hat man sich noch nicht einmal die Grenzen der Glücksspielzone festgelegt. Insider üben Kritik daran, dass das neue Glücksspielgesetz seinen Zweck nicht erfüllt. Die meisten Casinos werden einfach im Untergrund weitergeführt und versuchen an dem Gesetz vorbeizukommen, in dem sie die Bezeichnung Lotterieklub tragen.

Nach dem Präsidenten des Glücksspielkonzerns Korston existierten in der russischen Hauptstadt beinahe zweimal so viele Casinos wie vorher, so die russische Zeitung Nowyje Iswestija. Man habe sich verrechnet, so gab auch der Abgeordnete der Duma, Gudkow zu. Die Behörden gingen davon aus, dass die Betreiber der Casinos die Zonen aus eigener Kraft errichten würden.

In Asow beispielsweise hat die Regierung vor Ort etwa 4,4 Millionen Euro in die Infrastruktur wie Strom, Wasser und Gas gesteckt, die rund 8 Milliarden Dollar , die man braucht, um aus den Sonnenblumenfeldern so etwas wie ein Las Vegas zu errichten, sollen die Privatinvestoren beisteuern. Die ziehen es jedoch vor, Casinos in den Nachbarländern Weißrussland und Ukraine zu bauen.