Manchmal geht es auch im Zusammenhang mit dem Glücksspiel doch mit rechten Digen zu, auch wenn dem Glücksspiel generell doch oftmals noch ein negatives Image anhaftet. In diesem Fall führte nun ein Gerichtsurteil zu einer gerechten Strafe. Doch um was ging es eigentlich bei der Verhandlung bezüglich der Spielbank in Bad Reichenhall?

  • ein 46-jähriger Mann aus Rohrdorf, Landkreis Rosenheim, überfiel in der Nacht zum 11. März 2016 das Spielcasino Bad Reichenhall
  • er erbeutete insgesamt 55.600 Euro
  • der Täter gestand den Überfall
  • vor Gericht wurde der Dieb nun wegen schwerer räuberischer Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt

Die Strafe wurde von der Sechsten Strafkammer am Landgericht Traunstein (Landkreis Traunstein) festgelegt. Von Seiten des Gerichts wurde der Mann als voll schuldfähig befunden. Trotzdem der Geständige angab, die Tat nur aufgrund der eigenen Spielsucht verübt zu haben, wurde dies von Seiten des Gerichts nicht milder bewertet. Der Richter verwies darauf, dass bei der Tat einige Personen in Todesangst versetzt wurden und dies sei auch durch eine vorliegende Spielsucht nicht zu rechtfertigen oder entschuldigen.

Geständiger plädiert auf spielsüchtig

Der Täter hatte direkt am Anfang bereits ein Geständnis abgelegt. Vor Gericht verwies der Spieler bestimmt auf die eigene Spielsucht. Durch die Spielsucht sei er verzweifelt gewesen und er habe Schulden angehäuft, die begleichen werden mussten. Diese Gründe hätten ihn zu der Tat getrieben. Bereits kurz nach der Tat sei ihm der Schaden bewusst geworden, den er mit dieser Tat angerichtet hatte und genau aus diesem Grund habe er sich entschieden die Tat zu gestehen.

Die Sucht habe große Auswirkungen auf sein gesamtes Leben gehabt. Die einzige Sicherheit, die sich dem Zocker bot, war das Glücksspiel. Die Tat sei aus Verzweiflung passiert. Es ist davon auszugehen, dass der Täter auf ein milderes Urteil gehofft hatte. Das Gericht hingegen akzeptierte das Geständnis zwar, jedoch änderte dies nichts daran, dass am Ende der Verhandlung das volle Strafmaß angewendet wurde.