In den ersten drei Monaten dieses Jahre wurde der Betrag, den die Spieler für Sportwetten verwendeten, um mehr als ein Viertel herabgesetzt. Fachleute prognostizieren, dass auf den Online Glücksspielmarkt in Frankreich wegen seiner rigiden Vorgehensweise in Sachen Steuern massive Probleme zukommen würden.

Anhand der jetzigen Lage haben sie Recht behalten. Viele Online Casinos und Betreiber von virtuellem Glücksspiel lehnte diese Steuerpolitik ab, auch der Chef von Bwin machte seine Einstellung zu dieser Sache recht klar.

Vor kurzem erst sagte er, dass die Abgaben im Bereich der Online Glücksspiele nicht angemessen seien. Er geht davon aus, dass rund 70 Prozent der Sportwetten im Netz auf dem Schwarzmarkt zu finden sind. Seit es das Monopol nicht mehr gibt, hat die Online Glücksspielindustrie in Frankreich immer wieder mit Niederlagen zu kämpfen.

Zahlreiche Betreiber sind der Ansicht, dass das Land im Hinblick auf die Strukturierung dieser Industrie einen Irrweg eingeschlagen hat. Fachleute denken, dass der Staat, indem er einen hohen Abgabensatz etabliert, vorhat, das Kerngeschäft weiterhin im Bereich des damaligen Monopols abwickeln zu können.

Doch manch anderes Land wie Spanien oder Italien haben daraus gelernt und sind kurz davor, ihre Online Glücksspielmärkte zu gestalten. Dabei sehen sie aber niedrigere Steuersätze für die Anbieter vor. Deshalb werden diese Märkte wahrscheinlich auch Erfolg haben.