Im letzten Jahr gab es insgesamt 19.000 Menschen, die Hilfe in den entsprechenden Suchtberatungsstellen suchten. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 19 Prozent mehr, eine enorme Steigerung. Mehr Hilfesuchende bedeutet aber zeitgleich nicht unbedingt einen Anstieg der Spielsüchtigen. Es bedeutet lediglich, dass die Spieler die bereits süchtig oder suchtgefährdet sind, dankend die Hilfe entsprechender Beratungsstellen annehmen.

Die Deutsche Suchtstatistik bereitet derzeit eine übersicht auf, die Aufschluss darüber geben soll, wie sich die Spielsucht und das Verhalten der spielsüchtigen Personen im Vergleich zum Vorjahr entwickelt hat. Es wurde bereits deutlich gemacht, dass die meisten Spieler, die der Spielsucht verfallen und im Anschluss Hilfe in den Beratungsstellen suchen, vorrangig an Spielautomaten in Spielhallen und Gaststätten ihr Glück suchten.

In der Spielverordnung aus dem Jahr 2006 war bereits angegeben, dass die Spielsucht immer stärker anwächst und die Hilfeangebote meist erst genutzt werden, wenn die Sucht schon so stark ist, dass die Spieler keinen anderen Ausweg wissen. Daher passt es gut ins Bild, dass genau jetzt zu dieser Zeit immer mehr Spieler Hilfe in den Beratungsstellen suchen. Es wird bereits darüber nachgedacht die Spielverordnung neu zu regeln.