Bei Glücksspielen im Internet ist die Suchtgefahr um ein erhebliches höher als bei Festland Casinos. Aktuelle Studien besagen, das es in Deutschland zur Zeit rund 250.000 Spielsüchtige gibt. Diese Zahl gleicht in etwa der Drogen – und Alkoholabhängigen.

Vorallem für junge Erwachsenen sei die Gefahr sehr gro? anfällig zu werden.

Durch die rasche Ereignisfrequenz, sei das Zocken im Internet reizvoller als das Zocken in offline Casinos.’Speziell beim Online-Poker können Spieler beispielsweise an mehreren Tischen gleichzeitig spielen und müssen so nicht mehr lange darauf warten, bis sich im Spiel etwas tut‘ erklärt Gerhard Meyer, Glücksspielexperte und Diplom-Psychologe von der Universität Bremen.

Auch die Anonymität bei Online Spielen ist ein entscheidender Faktor und die persönliche Kontrolle im Netz sei mit der in einem offline Casino nicht zu vergleichen. Für viele Spieler ist die Gewinnquote, in Online Casinos oft größer als in Festland Casinos, ein zusätzlicher Grund, gemütlich von zu Hause aus zu zocken.

‚Es geht hier meiner Meinung nach nicht darum, ein generelles Verbot auszusprechen, das hat noch nie zum Erfolg geführt‘ betont Meyer.

Auch der in Deutschland am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Glücksspiel-Staatsvertrag, der besagt, dass Lotterien, Sportwetten und Spielbanken bis 2011 den Ländern vorbehalten bleiben und Wetten und Glücksspiele über das Internete verbietet, sei kritikwürdig.

Das ein generelles Verbot nur schwer durchsetzbar ist zeigt voramllem die USA momentan sehr deutlich. Durch den Versuch Online Gambling zu verbieten, suchen sich die Spieler nun andere Mittel und Wege um an Ihr Glücksspiel-Erlebnis zu kommen. „Mein Vorschlag wäre es hingegen, ein staatlich konzessioniertes und kontrolliertes legales Angebot zu schaffen, das mit einem Spielerschutz ausgestattet ist“, schlägt Meyer vor. Es sei besonders im Online Glücksspielbereich möglich, das Verhalten der Spieler zu analysieren und wenn sich so beispielsweise starke Zunahmen in der Spieldauer zeigen würden, könnte man immer noch rechtzeitig eingreifen, empfiehlt Diplom-Psychologe Gerhard Meyer.