Dies sollte schon längt nicht mehr der Fall sein. Bereits vor Jahren, mit der Verabschiedung des Glücksspieländerungsstaatsvertrags, sollten private Wettanbieter in Deutschland zugelassen werden.

Schon damals sorgte die Diskussion um die Deutsche Glücksspielregulierung für Streit bei den Politikern. Auch aktuell ist dieses Thema das Streitthema Nummer eins und vor allem Baden-Württemberg und Hessen sind sich in Bezug auf dieses Thema uneinig.

Hessen war in der Vergangenheit dafür verantwortlich die Konzessionen an private Wettanbieter auszugeben, doch die Anzahl der zu vergebenden Lizenzen war begrenzt und bis heute wurde keine dieser Lizenzen vergeben. In Bezug auf das Scheitern der Glücksspielregulierung ist man sich also auch unter den Politikern einig, doch nun geht es darum einen Weg zu finden, um eine einheitliche Glücksspielregulierung zu gewährleisten, das Vertragsverletzungsverfahren aus Brüssel abzuwenden, die Spielsucht einzudämmen und die Einnahmen für den Staat zu sichern. Hessen fordert daher eine radikale Reform, keine Begrenzung der Lizenzen mehr, damit auf diesem Weg gegen den Schwarzmarkt vorgegangen werden kann und Rechtssicherheit in Bezug auf das Glücksspiel in Deutschland Einzug hält.

Liberalisierung des Online Glücksspiels

In Hessen ist die Rede davon, dass nicht nur der Markt der privaten Sportwettenanbieter liberalisiert werden sollte, sondern auch eine Liberalisierung des Online Glücksspielmarkts insgesamt sollte in Betracht gezogen werden. Thomas Strobel, von der CDU in Baden-Württemberg scheint diese Position seiner Kollegen jedoch nicht zu teilen, denn eine unbegrenzte Erlaubniserteilung für Casino- und Pokerspiele sei in seinen Augen nicht sinnvoll.

Aus Baden-Württemberg kommt weiterhin die Kritik, dass Hessen offensichtlich eine Aufhebung grundlegender Elemente des Glücksspielstaatsvertrags fordert, obwohl Hessen als verantwortliches Bundesland anfangs die Regulierung unterzeichnet hatte. Auch von der Geschäftsführerin Lotto Baden-Württemberg, Marion Caspers-Merk, kommt scharfe Kritik. Sie hofft, dass die beschlossenen Regeln in Zukunft umgesetzt werden. Auch das Vorgehen gegen illegale Anbieter sollte ihrer Meinung nach verschärft werden, statt den Markt für alle Anbieter zu öffnen, denn dies würde Uneinigkeit innerhalb der Führungseben und in ihren Augen Chaos auf dem deutschen Glücksspielmarkt bewirken.