Der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph beispielsweise spricht von Kapitulation von Seiten Beuths. Die Diskussion rund um die illegalen Sportwetten besteht bereits seit geraumer Zeit. Die Tatsache, dass Beuth sein doch aufrührendes Statement an einem Samstagvormittag abgegeben hat, bedeutet für Rudolph, dass er damit eine öffentliche Diskussion vermeiden will oder sogar Angst davor haben könnte.

In der Vergangenheit wurde festgelegt, dass Hessen die Aufgabe übernimmt, die Konzessionsvergabe für das gesamte Land zu übernehmen. Beuths aktuelle Aussage lässt darauf schließen, dass er sich damit offensichtlich zu viel zugemutet hat. Daher ist es kaum verwunderlich, dass andere Politiker bereits davon sprechen, dass der Innenminister vor einer Reihe gerichtlicher Niederlagen vor den Anbietern illegaler Sportwetten kapituliert.

Keine bundesweite Lösung in Sicht?

In Bezug auf das Angebot von Sportwetten durch private Anbieter gibt es in Deutschland weiterhin unterschiedliche Meinungen. Während manche einen ganz neuen Weg ausprobieren und eine bundeseinheitliche Regulierung anstreben wollen, gibt es andere, wie zum Beispiel auch Beuth, die sich gegen eine bundesweite Lösung aussprechen. Bisher hat Hessen mit der Konzessionsvergabe nicht überzeugen können.

Die Konzessionierung wurde nicht durchgeführt und private Anbieter präsentieren ihre bislang illegalen Sportwetten weiterhin auf dem Markt. Mit der derzeit angestrebten Lösung würde dies weiterhin geduldet werden. Das illegale Glücksspielangebot jedoch ist gefährlich für die Verbraucher. Auch das Land profitiert nicht von eben solchen Angeboten. Genau aus diesem Grund müsste eigentlich eine komplett neue Lösung angestrebt werden.