In Wiesbaden sind die Behörden dem illegalen Zockervergnügen gegenüber nach eigener Aussage Machtlos. Das Angebot an Sportwetten liegt in einer Grauzone. Nach Beschluss des Glücksspieländerungsstaatsvertrages sollen eigentlich 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter herausgegeben werden, jedoch ist bisher hierzu kein weiterer Schritt erfolgt. Die Lizenzvergabe wurde noch nicht gestartet und so befindet sich das Geschäft mit den Sportwetten weiterhin in einer Grauzone und ist eigentlich verboten.

Heutzutage erfreuen sich die Online Sportwetten zunehmender Beliebtheit. Dies liegt zum einen an der Flexibilität, die den Spielern geboten wird, aber auch daran, dass die Wettetablissements meist auf viele junge Männer nicht besonders einladend wirken. Darüber hinaus haben die Spieler online die Möglichkeit, ihre Tipps auch erst kurz vor dem Abpfiff des Spiels bei der WM abzugeben. Neben dem Einsatz auf den Sieger, oder das Torverhältnis, werden zudem zahlreiche andere Wetten im Internet angeboten. So können die Spieler auch auf die Anzahl der Ecken oder Einwürfe tippen. Im Internet sind dem Wettvergnügen somit kaum Schranken gesetzt, fast alles scheint möglich und der Kreativität der Wettanbieter werden scheinbar keine Grenzen gesetzt.

Für die 20 Lizenzen, die von Seiten der Regierung ausgegeben werden sollen, sind bereits Bewerbungen von Anbietern eingegangen, die ihre geforderten Sicherheits- und Sozialkonzepte vorgelegt haben. Nun liegt es bei dem Ministerium, welches diese Konzepte überprüfen muss, um eine Entscheidung in Bezug auf die Lizenzvergabe treffen zu können. Anhand der Konzepte wird das zuständige Ministerium Betreiber vorschlagen, die für eine Lizenz in Frage kommen.

Eine Entscheidung wird dann von dem Glücksspielkollegium der Länder per Mehrheitsbeschluss gefällt. Nach Angaben einer Sprecherin soll bis zum Ende des dritten Quartals diesbezüglich nun endlich eine Entscheidung gefallen sein, auch wenn die WM wohl bis dahin zu Ende sein wird.