Insgesamt 4000 Razzien wurden in Asien durchgeführt und illegale Wettbuden in Malaysia, Singapur und Vietnam wurden hochgenommen. Experten vertreten die Meinung, dass diese harte Vorgehensweise nicht den gewünschten Effekt mit sich bringen muss. Die zahlreichen Festnahmen seien im Kampf gegen das illegale Glücksspiel kontraproduktiv.

Internationale Netze im Visier

Bei dem Kampf gegen illegales Glücksspiel in Kambodscha, Korea, die Philippinen, Thailand und Vietnam wurde das Hauptaugenmerk auf internationale Netze gelegt. Den internationalen Banden wird vorgeworfen, hinter illegalen Webseiten und Callcentern zu stecken. Mit der Beschlagnahmung von Computern und Mobiltelefonen soll hier mehr Licht ins Dunkel gebracht werden und die Ermittler hoffen gegen die Betrügerbanden vorgehen zu können. Die illegalen Netze profitieren vor allem finanziell von dem Angebot des illegalen Glücksspiels. Gleichzeitig können oftmals Korruption, Menschenhandel und Geldwäsche mit entsprechenden Banden in Verbindung gebracht werden.

Operation Soga von Interpol

Festnahmen und Razzien erfolgen im Zuge der Operation Soga von Interpol. Im Rahmen der seit 2007 laufenden Operation wurden insgesamt 12.500 Menschen verhaftet und 3400 illegale Wettbüros geschlossen. Dies zeigt deutlich auf, dass mit der Operation durch Interpol Fahndungserfolge gefeiert werden können.

Doch wird auf der anderen Seite dieser Erfolg auch kritisiert. Experten sind davon überzeugt, dass mit dem Kampf vor allem kleine Betrüger gestellt werden kann. Auf diesem Weg wird den großen Banden und Netzwerken der Weg freigeräumt, denn die Konkurrenz wird dann durch die Arbeit von Interpol weniger.