In Deutschland ist es bereits seit geraumer Zeit bekannt, dass der illegale Glücksspielmarkt sehr groß ist. Für Staat und Politik bedeutet dies ein Problem, welches sich offensichtlich nicht einfach eindämmen lässt. Problematisch ist das illegale Glücksspiel vor allem deshalb, weil Spieler- und Jugendschutz nicht gewährleistet werden können, Suchtprävention nicht möglich ist und auch Kontrolle nicht umsetzbar zu sein scheint. Bereits seit Jahren ist das Thema aktuell und auch seit Jahren schon wird darüber gesprochen, dass der illegale Glücksspielmarkt in einen regulierten Glücksspielmarkt überführt werden müsste. Der Vorteil daraus wären Einnahmen in Höhe von geschätzt 40 Milliarden Euro und die Möglichkeit, einen besseren Spielerschutz gewährleisten zu können.

Studie zur notwendigen Neuregulierung

Von Seiten des deutsche Verbands für Telekommunikation und Medien e.V. (DVTM) und des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) wurde eine entsprechende Studie zum Online-Glücksspielmarkt durchgeführt. Zu großen Teilen ist das Online Glücksspiel in der heutigen Zeit in Deutschland verboten. Trotz des Verbots gibt es zahlreiche Online Glücksspiel Angebote in Deutschland. Die Studie macht deutlich, dass eine Neuregulierung des sogenannten „Bettertainment“-Markts, der u.a. Sportwetten, Poker/Casino und Online-Lotterien beinhaltet, dringend notwendig ist.

Ergebnisse der DVTM Studie:

  • die gesamte Branche stecke nach Angaben des DVTM im regulativen Mittelalter fest
  • illegales Glücksspiel seit heute Realität und finde über die Landesgrenzen hinweg statt
  • ein Potenzial von geschätzt über € 40 Mrd., an dem Bund, Länder und verschiedene Wirtschaftsbereiche gleichermaßen partizipieren könnten
  • Ziel ist es, unregulierte Angebote in einen regulierten Markt zu überführen

Ziel des liberalen und regulierten Marktes

In der Vergangenheit wurde dies schon von unterschiedlichen Seiten angesprochen, jedoch bisher nicht durchgesetzt. Nach den Ergebnissen der Studie sei es nun die einzig mögliche Konsequenz, den Markt zu liberalisieren und zu regulieren, so die Meinung des DVTM. Ziel wäre es damit den Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz effektiv gewährleisten zu können. Die Suchtbekämpfung sei nur in einem solchen Umfeld effektiv und könnte dann entsprechend ausgeweitet werden. Aktuell fließen Gelder aus den Umsätzen ins Ausland, dahin wo die illegalen Glücksspielanbieter ihren Hauptsitz haben.

Auch gibt es hier Arbeitsplätze, die von deutschen Angestellten in Anspruch genommen werden und Steuereinnahmen werden in diesem Bereich auch nicht in Deutschland, sondern im Ausland generiert. Ziel sollte es demnach sein, die Gelder wieder zurück nach Deutschland zu holen und hier auch entsprechend Arbeitsplätze zu schaffen. Ein regulierter Online Glücksspielmarkt würde steigende Umsätze, ein steigendes Bruttosozialprodukt, Schaffung von Arbeitsplätzen, höhere Steuereinnahmen, mögliche Kontrollen und Gewährleistung von Spieler- und Jugendschutz sowie Suchtprävention bedeuten. Von Seiten des DVTM soll nun ein ausgewogener, konstruktiver und direkt umsetzbarer Lösungsvorschlag in Form einer Blaupause für die Politik geliefert werden.