Seit einigen Wochen nun ist das illegale Glücksspiel in Baden-Württemberg ein immer mehr diskutiertes Thema. Grund dafür sind die bereits umgesetzten und die geplanten Regulierungen des Bundeslandes. Einige Fragen sind bis heute noch ungeklärt, obwohl die strenger werdende Gesetzgebung mancherorts sogar bereits umgesetzt wurde.

An einem runden Tisch sollen diese Fragen nun geklärt werden und Michael Mühleck, 1. Vorsitzender des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft, und Simone Storch, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Automatenunternehmer stehen der Presse im Hotel Le Méridien Rede und Antwort.

Von Seiten der Redner wurde vor allem die Position der Verbände deutlich gemacht werden. Generell scheint das illegale Glücksspiel in Baden-Württemberg immer präsenter zu werden. Während die Regulierung des Bundeslandes dafür sorgt, dass die legalen Anbieter die Regelungen befolgen, den Spielerschutz berücksichtigen und Prävention heute immer größer geschrieben wird, floriert nebenher das illegale Glücksspiel. Dies kann nicht das Ziel der Glücksspielregulierung sein.

Kampf gegen illegales statt gegen legales Glücksspiel

Die Verbände machen vor allem deutlich, dass der Spielerschutz und der Jugendschutz vor allem durch technische Lösungen verbessert werden können. Die aktuelle Situation der legalen Spielhallen zeigt deutlich auf, dass erste Schritte in diese Richtung bereits umgesetzt wurden. Hier gibt es noch weitere Möglichkeiten, so Mühleck, der gleichzeitig davor warnt, dass durch die Androhung des Konzessionsverlusts für legale Spielhallen, mehr und mehr illegale Glücksspielangebote in Form von konzessionslosen Automaten und Glücksspielangeboten in Hinterzimmern präsentiert werden.

Hier müsste der Fokus anders gesetzt werden, so die deutliche Aussage von Seiten der Verbände. Der aktuelle Regulierungsansatz würde sich in erster Linie nach quantitativen Kriterien ausrichten, dabei sei es nach Meinung der Verbände viel wichtiger, die qualitativen Kriterien zu berücksichtigen. Die Verbände planen diesbezüglich in den kommenden Wochen eine Qualitätsoffensive landesweit durchzusetzen.