Nichtsdestotrotz gibt es vor Ort weiterhin zahlreiche Spielautomaten, an denen gezockt wird, rund 700 der Spielautomaten sind illegal aufgestellt. Die illegalen Spielgeräte stellen eine große Gefahr für Spielsüchtige dar. Auch gesperrte Spieler haben die Möglichkeit, an den illegalen Geräten zu zocken. Kontrolle ist hier nicht möglich und der Weg zur Sucht für viele Betroffenen ein zu leichter.

Erst im Januar dieses Jahres wurden zahlreiche Spielhallen geschlossen. Grund hierfür war das Auslaufen der Lizenzen. Da die Betreiber keine neuen Bescheide erhalten haben, hätten die Spiellokale auch geschlossen bleiben müssen. Aktuell eröffnet eins nach dem anderen allerdings neu, mit einem umfassenden illegalen Angebot. Vor allem für Spielsüchtige stellt dies eine große Verlockung dar.

Auch gesperrte Spieler haben hier die Möglichkeit, ihr Glück wieder einmal auf die Probe zu stellen. In Kärnten sind ausschließlich die Spielhallen von den Betreibern Admiral, Amatic und Fair Play gestattet, denn hier gab es Lizenzen. Alle anderen Spielhallen bieten illegales Glücksspiel an. Auch auf Kontrollen durch die Behörden sind die Betreiber vorbereitet, denn Kameras an der Außenfassade zeigen, wer das Lokal betreten möchte. Lediglich die Spieler, die bereits erkannt werden, werden in die Etablissements eingelassen.

Razzien als Rettung

Die Behörden haben nun nach eigenen Angaben die Problematik bereits erkannt und Pläne geschmiedet, um die Situation zu entschärfen. So sollen in der Zukunft Razzien dafür sorgen, dass die illegalen Betriebe für immer ihre Tore schließen. Die Behörden haben ein rigoroses Vorgehen angekündigt, um dem illegalen Glücksspiel ein Ende zu setzen. Nicht nur für die Spieler selber ist die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels besser, auch für die lizensierten Betreiber.

Von diesen wurde deutlich gemacht, dass es zum einen das eigene Geschäft erschwere, wenn die illegalen Etablissements weiterhin ihr Unwesen treiben würden, zum anderen stelle das Angebot eine große Gefahr für die Spieler dar. Um den Spielerschutz zu gewährleisten sei es an der Zeit, gegen das illegale Glücksspiel in Kärnten vorzugehen.