Ein Fall aus den USA zeigt auf, wie verbreitet die illegalen Sportwettangebote zu Zeiten der WM tatsächlich waren. Die Polizei ermittelte zu dieser Zeit am laufenden Band und überall auf der Welt wurden Razzien und Kontrollen durchgeführt. Eine Großrazzia in Las Vegas hatte zu Zeiten der WM besonders großen Erfolg, denn hier konnten bei einer Razzia acht Personen festgenommen werden, die illegale Sportwetten mit einem Gesamtvolumen von über einer Viertelmilliarde Dollar angeboten hatten.

Die große Festnahme der asiatischen Glücksspielanbieter in Las Vegas erfolgte in den USA noch vor Beendigung der Weltmeisterschaft. Grund für die Verhaftungen war der Verdacht auf das Angebot von illegalem Glücksspiel. Neben dem illegalen Glücksspielangebot werden den Männern außerdem Verstöße gegen das Geldwäschegesetz vorgeworfen. Sogar das FBI wurde eingeschaltet und stellte bereits einige Ermittlungen an. Trotz des Vorwurfs des illegalen Glücksspielangebots konnten die Beamten bereits aufatmen, denn Spielmanipulationen der WM-Spiele lagen nach Angaben des FBIs nicht vor.

Illegales Glücksspiel im großen Stil

Das illegale Glücksspielangebot der Asiaten war im großen Stil organisiert wurden. Bei der Razzia konnte in der angemieteten Villa in Las Vegas aufwendige Technik sichergestellt werden. Hier hatten die Männer extra einen Spielsalon für die Zeit der WM eingerichtet. Es wurden vorrangig Live-Wetten angeboten, die über eine Webseite auf den Philippinen gesetzt wurden. Allein die Webseite ist im Bundesstaat Nevada nicht zulässig. Die Wetten wurden von Seiten der Männer illegal bei Buchmachern aus der Heimat platziert. Um dies möglich zu machten, mussten die Betrüger spezielle Programme nutzen, damit die Webseiten überhaupt erreichbar waren.