Zwar hieß es bisher immer, dass vorrangig Männer pathologisch spielsüchtig sind, doch nun wurde aufgezeigt, dass Frauen sich zwar erst später mit dem Glücksspiel beschäftigen, nichtsdestotrotz dann aber schneller der Spielsucht verfallen. Für die Frauen stellt das Glücksspiel somit eine größere Gefahr dar, als für die Männer.

Medienberichten zu Folge sind es Männer im Alter von ungefähr 30 Jahren, die trinken und rauchen und immer wieder an Glücksspielautomaten und Spieltischen gesehen werden. Schätzungen zu Folge sind es 80 Prozent der spielenden Männer, die der Spielsucht unterliegen. Bisher war das Glücksspielangebot daher auch vorrangig auf Männer ausgerichtet, was sich heute jedoch verändert hat. Immer mehr Frauen sind in Spielhallen vorzufinden und das Angebot zielt vermehrt genau auf die Zielgruppe Frau ab.

Grundsätzlich sind es aktuell noch weniger Frauen, die dem Glücksspiel nachgehen, doch im Vergleich ist die Anzahl der Frauen, die dem Glückspiel nachgehen, im Laufe der vergangenen Jahre gestiegen. Während Männer sich früh zum Glücksspiel hingezogen fühlen, findet diese Anziehungskraft bei Frauen deutlich später statt, wenn die eigene Rolle als Mutter zum Beispiel durch das aus dem Haus gehen der Kinder beendet ist. Dies löst bei Frauen eine innere Leere aus, die sie in die Spielsucht treibt.

Rasanter Suchtverlauf bei Frauen

Es ist bewiesen, dass Frauen zwar später mit dem Glücksspiel in Berührung kommen, dass hier jedoch die Sucht deutlich schneller ausbricht als bei Männern. Frauen verlieren hierbei schneller die Kontrolle über das Geld und so kommt es, dass dieses von überall aufgetrieben wird, nur um dem verlockenden Spieltrieb nachzugehen. Bei der Forschung stand die Frau als Spielsüchtige bisher weniger im Fokus, dennoch hat diesbezüglich ein offensichtlicher Wandel stattgefunden. Frauen nehmen bisherigen Forschungen zu Folge weniger Hilfsangebote an und machen seltener eine Therapie. Vielleicht ist genau das der Grund dafür, warum die Spielsucht bei Frauen bisher so wenig erforscht ist.