Für die neun Spielbanken in Bayern ging es auch in diesem Jahr bergab. Ihr Bruttospielertrag sank auf 70 Millionen Euro, dies waren mehr als 6 Millionen weniger als 2009 oder ein Verlust von 8 Prozent.

Auch die Spielbank in Bad Kissingen bildet hier keine Ausnahme. Sie hatte einen Bruttospielertrag von rund 5,2 Millionen Euro, sprich ein Verlust von 7,6 Prozent. Damit belegt sie den 6. Rang unter den 9 Casinos in Bayern.

Der größte Verlust war erstaunlicherweise im Saal mit den Automaten zu verbuchen, dieser konnte 2009 noch ein Mehr als 10 Prozent vorweisen, was die roten Zahlen des Roulettebereiches wettmachte. Doch nun gibt es hier einen Verlust von 9,25 Prozent.

Dieser hat eindeutig mit den sinkenden Besucherzahlen zu tun. Die Zahl der Gäste schrumpfte auf rund 40.000, mehr als 1.000 weniger als im Vorjahr. Es könnte sein, dass die am 1. Januar dieses Jahres etablierte Anmeldung der Gäste im Bereich der Spielautomaten einen Einfluss darauf hat.

Konnte man keinen Ausweis vorlegen, kam man nicht ins Casino, außerdem seien immer wieder Besucher da, die sich partout nicht anmelden lassen wollen, so der Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung München. Diese wechseln dann häufig in die Spielhallen um die Ecke.

Aber die Spielbanken haben auch mit dem Rauchverbot und den Spielbanken in den benachbarten Bundesländern und Staaten wie Tschechien, österreich und der Schweiz zu kämpfen. Die Anzahl der Gäste ist im Roulettebereich etwas höher, diese ist in Bad Kissingen recht solide geblieben.

Hier kommen rund 42.000 Gäste her, nur ein Zehntel Prozent weniger. Hier hatte der Bruttospielertrag einen Verlust von rund 3,6 Prozent zu verbuchen. Die Sinkung dieses Ertrag habe im Bad Kissinger Casino keine Kündigungen zur Folge gehabt, so der Präsident.

Fünf Mitarbeiter haben dem Casino gekündigt und diese Stellen werden nicht neu besetzt. Das konstante Anwachsen der Spielhallen bereitet Bad Kissingen viel mehr Kopfzerbrechen. Die Anzahl der Zulassung, die die ansässigen Gewerbeämter zuteilen, sei zwischen 2008 und 2010 um rund 23 Prozent mehr geworden.

Als Ursache des Problems benennt der Präsident die Inhaber mit mehreren Lizenzen. Für eine Zulassung dürfen maximal 12 Spielautomaten in einem Zimmer aufgestellt werden. In einer Hallen sind 60 Automaten in einem Raum in Betrieb, die durch Stellwände separiert seien.

So weite sich ehrgeizige Weg zur Expansion immer mehr aus. Die Ziffer der Automaten kletterte laut dem Präsidenten von rund 12.000 in 2008 auf mehr als 15.000 in diesem Jahr. Doch er sei fest davon überzeugt, dass das kommende Jahr Veränderungen mit sich bringe, so der Präsident, der bis 2013 sein Amt als Sprecher der 16 Lotterieverwaltungen in der Bundesrepublik innehaben wird.

Hier könnte er sich eine Etablierung von Distanzgrenzen zwischen den einzelnen Spielhallen, die Reduzierung der 23stündigen öffnungszeiten und das Verhindern von mehreren Zulassungen vorstellen.

Außerdem sollen die Spielautomaten wieder in Unterhaltungsautomaten umfunktioniert werden. Einer Kontrolle beim Einlass steht er kritisch gegenüber. Wenn der Umbau der Automaten nicht durchgeführt würden, seien diese Kontrollen aufgrund von Schutz von Minderjährigen und gesperrten Spielern erforderlich.