Der Gesetzesvorschlag von Herrn Reid war sehr viel versprechend, doch der Initiator gab vor kurzem klein bei. Die Vereinigten Staaten erwarten noch immer eine Strukturierung und Zulassung des Marktes im Bereich der Online Glücksspiele und dies kann, wie in Europa auch, noch ein Weilchen dauern.

Auch die großen Anbieter von Casinos in Vegas waren sich ihrer Sache sicher. Sie griffen Reid bei seiner Wahlkampagne helfend unter die Arme und als Gegenleistung erwarteten sie die Realisierung eines Gesetzes, welches das Online Glücksspiel mit den Live-Casinos verknüpft.

Nur wer mindestens seit zwei Jahren ein echtes Casino innehat, der könnte sich Hoffungen auf eine Zulassung für ein Online Casino machen. Dies wäre ein sinnvolles Vorhaben, damit alle Abgaben in den USA bleiben, deshalb gingen viele davon aus, dass der Entwurf sehr rasch gebilligt werden würde.

Doch dann kam für Herrn Reid alles anders. Er bekam Muffensausen, weil er ahnte, nicht ausreichend Stimmen zu bekommen und nahm das Ersuchen wieder zurück. Die Poker Players Alliance, die diesen Entwurf nicht guthieß, war ob dieses Resultats trotzdem nicht glücklich.

Wenn alles so gelaufen wäre wie gehabt, dann wäre über den Entwurf abgestimmt worden und es hätte eine Debatte im Kongress stattgefunden, die für die Institution sehr von Nutzen gewesen wäre.

Das Thema der Legalisierung des Online-Pokers in den Vereinigten Staaten wird somit auf unbestimmte Zeit vertagt und alles läuft wie immer in der Grauzone. Echte Casinos wie das Caesars von Harrahs in dem auch die WSOP abgehalten wurde, sehen sich in Europa um.

Vor kurzem wurde öffentlich, dass die WSOP mit dem Microgaming-Zweig in Italien zusammenarbeiten will. Noch nicht nur in den Vereinigten Staaten sorgt das Online-Glücksspiel für viel Gesprächsstoff, denn auch in Europa kann man diesbezüglich keine Einigung erzielen, doch es steht fest, dass meisten Staaten ebenfalls mit derartigen Problemen zu kämpfen haben.