In Österreich wird im kommenden Jahr der Startschuss für den Kampf und die Zulassungen für die Spielbanken gegeben. Erstmals werden diese in ganz Europa bekannt gemacht. Für die Casinos Austria, das bislang die Zulassungen innehatte, ist dies ein Schock, denn mit einer Zuteilung der Lizenzen an andere Unternehmen verliert der Konzern eine Menge Erträge.

Der stärkste Gegner befindet sich ebenfalls in Österreich und ist der Automatenhersteller Novomatic. Wie die Zeitungen schreiben, möchte letzteres Unternehmen so viele Zulassungen als möglich erwerben, das heißt 60 Prozent der Zulassungen für Automaten und so viele Zulassungen für Spielbanken wie es nur geht.

Novomatic kann sich dies augenscheinlich erlauben, denn es wird seinen rekordverdächtigen Gewinn von 2008 noch einmal überbieten. Für die Zulassungen und die Spielbanken sollen 100 Millionen Euro ausgegeben werden und 1.000 neue Arbeitsstellen zu den schon vorhandenen 2.750 entstehen.

Der Chef des Unternehmens sagt, dass Novomatic zum ersten Mal Spielbanken in Österreich unterhalten könnte. Im Juni des kommenden Jahres macht man die Zulassungen für die 15 Spielbanken und die Lizenz für das Poker Casino bekannt.

Die Bundesländer Österreichs werden auch Zulassungen für Automaten zuteilen mit Ausnahme von Salzburg, Tirol und Vorarlberg, hier sind die Spielautomaten weiterhin untersagt.

Diese Bekanntmachung wird zum ersten Mal in ganz Europa stattfinden, dies ist eine ganz neue Methodik in Österreich, denn bislang gab man die Lizenzen nur an Unternehmen, die ihren Sitz in Österreich haben. Die Casinos Austria bekommen so nun viele Konkurrenten, was für Novomatic die Gelegenheit ist, der Geschäftsführer bezeichnet dies als historisches Jahr.

Auch das Glücksspiel im Netz ist ein Diskussionsthema im Land. Der Markt erfreut sich eines stetigen Wachstums und das ist nicht nur den Spielbanken in Österreich bewusst. Auch im Nachbarland Deutschland bleiben diese Konsequenzen nicht unbemerkt, denn die Spielbanken haben weniger Gäste, weil diese auf Möglichkeiten im Ausland ausweichen.

Hier hat man die Möglichkeit, unkompliziert vom heimischen PC aus zu zocken. Die Betreiber von staatlicher Seite haben seit der Gültigwerdung des Glücksspielvertrags in Deutschland nicht mehr die Chance, Glücksspiel bereitzustellen. Dies ist für den Spielerschutz alles andere als gut, denn der Wechsel ist noch weniger unter Kontrolle zu bringen.

Doch auch die Bundesrepublik befasst sich mit einer neuen Strukturierung des Glücksspielmarkts. Österreich möchte das Online Glücksspiel in den kommenden ein, zwei Jahren in korrekte Bahnen lenken. Wie dies dann aussehen soll, ist noch unklar.

Der Geschäftsführer von Novomatic ist aber der Ansicht, dass auch die Zulassung für die Lotterien einer Prüfung bedarf. Sie beinhalten die Erlaubnis, Video Lotterie Terminals bereitzustellen. Noch ist diese Zulassung im Besitz der Casinos Austria.