Aktuell wird viel über kürzlich getroffene Entscheidungen bezüglich der Wertpapiere in Luzern diskutiert. In der gesamten Schweiz regen die Entscheidungen des Casinos Luzern zu Diskussionen an. Worum es geht? Dem chinesischen Investor Yunfeng Gao wurde die Aktieneintragung von Seiten des Casinos abgelehnt, für die Genusscheine jedoch erhielt der Geschäftsmann eine Zustimmung. Die Entscheidung des Casinos wird als inkonsequent bezeichnet.

Worum es bei der Entscheidung geht:

  • Verweigerung des Eintrags eines Aktienpakets von 5 Prozent durch das Casino Luzern gegenüber dem Investor Gao
  • Gao besitzt neben dem Luzerner Hotel Palace weitere Hotels in Engelberg und auf der Melchsee-Frutt
  • Investor hatte die Aktien ein halbes Jahr zuvor von einem privaten Verkäufer via seine First Swiss Hotel Collection AG erstanden
  • das Nein des Casinos wurde von Präsident Guido Egli und Vizepräsident Philipp Gmür mit Bedenken um die Selbstständigkeit, der lokalen Verankerung und der Unabhängigkeit begründet
  • 1100 Genussscheine à je 360 Franken, welche die First Swiss Hotel Collection ebenfalls eingereicht hat, wurden vom Verwaltungsrat akzeptiert
  • das Nein zu der Aktieneintragung und das Ja zu den Genussscheinen führt zu dem Eindruck, dass hier eine inkonsequente Entscheidung getroffen wurde

Warum die Entscheidung als inkonsequent eingestuft wird?

Dem Casino wird in erster Linie deshalb Inkonsequenz vorgeworfen, weil ein Besitzer von Genusscheinen, dieselben Vermögensrechte besitzt, wie bei einer Namenaktie. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Inhaber von Genusscheinen kein Stimmrecht haben. Genau dieses fehlende Mitspracherecht ist auch für Guido Egli die Begründung dafür, warum die Entscheidung nicht als inkonsequent bezeichnet werden dürfe. Bisher ist noch nicht sicher, ob die Genussscheine von Seiten des chinesischen Investors überhaupt eingetragen werden, nachdem er nun die Ablehnung in Bezug auf die Eintragung der Aktien erhalten hat.