Während es bei der letzten Diskussion um die Thematik Kinderpornographie ging sollen dieses Mal Webseiten gesperrt werden, auf denen illegale Online Glücksspiel Angebote zu finden sind. Für alle Benutzer des Internets, egal welchen Alters oder welcher Zielgruppe, sollen Webseiten gesperrt werden, die illegales Online Glücks- bzw. Gewinnspiele anbieten.

Die Forderung stammt von Seiten des Binnenmarktausschusses des EU-Parlaments. Die Forderung beinhaltet die Anfertigung weißer und schwarzer Listen. Diese sollen zum Austausch zwischen den Mitgliedsstaaten der EU Verwendet werden, um die Internetsperren möglichst einheitlich gestalten zu können. Durch die Sperrungen sollen die Verbraucher geschützt werden, da illegale Glücksspielangebote oft auch mit Betrug und Geldwäsche einhergehen.

Die Nutzer des Internets sollen eben vor diesen illegalen Anbietern geschützt werden. Doch nicht nur die Sperrungen der Webseiten selbst sind angedacht, auch die Sperrung von Finanzwegen sollen eingeführt werden. Hier sollen den Banken Transaktionen mit bestimmten Anbietern verboten werden, um illegale Nutzung von Online Glücksspiel auf diesem Weg erst gar nicht möglich zu machen.

Die Internetsperren selbst sind nicht das erste Mal im Gespräch und wieder gibt es Stimmen, die sich gegen die Einführung solcher Sperren aussprechen. Von Seiten der Eu-Kommission wurde angemerkt, dass solche Sperren nicht nur teuer sondern meist auch ineffizient seien. Die Umsetzung der Pläne sei nicht besonders realistisch. Auch die Bürgerrechtsorganisation EDRi macht deutlich, dass Internetsperren nicht in ihrem Interesse liegen.