In Bayern sorgen zwei Urteile, die bei Eilverfahren gemacht wurden, für Aufregung. Nach den Urteilen des bayrischen Verwaltungsgerichtshofs ist das im Staatsvertrag bestehende Internetverbot mehr wert, als die neue Liberalisierung des Glücksspielmarktes bezogen auf das Online Glücksspiel.

Mit den Urteilen ging das Verbot einher, dass Anbieter ihr Online Glücksspiel in Bayern über das Internet vertreiben. Es wurde eine Untersagungsverfügung erwirkt, die die bayrischen Anbieter aber auch die Tochterunternehmen mit anderen Firmensitzen betrifft.

Laut Gerichtssprecher wäre das Internetverbot erst dann kohärent, wenn alle Glücksspielangebote mit eben diesem Verbot belegt wären. Das Hauptverfahren wird am Ende Grundsätzlich in diesem Fall entscheiden. Das Internetverbot müsste dazu geeignet sein, die im, Glücksspielstaatsvertrag beschriebenen Ziele durchzusetzen. Hier stehen an erster Stelle die Spielsuchtbekämpfung und -prävention und die Bekämpfung von Kriminalität in Bezug auf die Glücksspiel-Branche.

Viele Experten sind sich mit der Meinung einig, dass ein Internetverbot kaum durchsetzbar ist, da das Internet heute mitunter Hauptkommunikationsmittel ist, in jederlei Hinsicht. Das umfassendste Glücksspielangebot gibt es im Internet, weshalb ein Verbot hier laut verschiedener Experten fehl am Platze wäre.

Da somit also das Dienstleistungsangebot behindert würde, wäre das Internetverbot nichts Positives mehr, um die Sucht zu bekämpfen, sondern eher etwas negatives, womit Anbieter in ihrer Gewerbefreiheit eingeschränkt würden. Zu welchem Urteil die Richter in dem Hauptverfahren kommen werden, bleibt unterdessen weiterhin abzuwarten.