So lange die Spieler nicht der krankhaften Sucht verfallen, kann das Glücksspiel durchaus in diese Schublade gepackt werden, doch in vielen Fällen enden Ablenkung und Unterhaltung langfristig doch in der Spielsucht. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob es Christen nach der Bibel gestattet ist, dem Glücksspiel nachzugehen? Dürfen Christen überhaupt spielen?

Glück als Götzendienst

In der Bibel gibt es keine genauen Hinweise, wie das Glücksspiel von Gläubigen zu behandeln ist. Natürlich aber gibt es Texte, die Hinweise darauf geben, wie der Glaube mit dem Glücksspiel vereinbar sein könnte. Hierzu ist natürlich als Grundlage festzustellen, dass Glücksspiel generell auf Glück basiert. Um beim Glücksspiel erfolgreich zu sein, reichen nicht Talent und Geschick, sondern die Spieler sind generell auch auf das eigene Glück angewiesen.

In der Bibel unter Jesaja 65:11 wird deutlich, dass das Glück von Gott als eine Art Götzendienst angesehen wird. Wer dementsprechend dem Glücksspiel nachgeht, würde nach Gott auf etwas vertrauen, was nur in der Einbildung existiert. Dies macht bereits deutlich, dass das Glücksspiel nach der Bibel zwar nicht verboten ist, jedoch eine klare Anti-Haltung gegen das Spiel mit dem Glück herauslesbar ist.

Auch die 10 Gebote weisen darauf hin, dass Gott in der heutigen Zeit nicht begeistert sein würde, wenn seine Gläubiger dem Spiel mit dem Glück nachgehen. Wer beim Glücksspiel gewinnt kann sich freuen, doch viele andere Menschen verlieren zur gleichen Zeit sehr viel Geld. Dies wiederspricht sich mit dem biblischen Grundsatz, nicht seines nächsten Haus oder Weib zu begehren. Nach der Bibel sollte jeder seiner Arbeit nachgehen und damit Geld anhäufen, welches für das eigene Leben genutzt werden sollte.

Schon hier allein wiederspricht das Glücksspiel, denn hier wird wenig eingesetzt und darauf gehofft, damit auf Kosten der Verlierer den großen Gewinn zu machen. Auch wenn die Bibel das Glücksspiel nicht explizit verbietet, so gibt es einige Verse und Grundsätze in der Bibel, die grundsätzlich aufzeigen, dass das Glücksspiel nicht in das Leben eines gläubigen Christen passt.