Dem Glücksspiel wird ein hoher Suchtfaktor nachgesagt und das krankhafte Spielverhalten von Spielern ist es, was das Glücksspiel zum Problem werden lässt. In Italien erfreut sich das Glücksspiel sehr großer Beliebtheit. In Europa gehört Italien, was das Glücksspiel betrifft, zu den top drei Ländern neben Irland und Finnland.

Weltweit liegt Italien mit der Glücksspielbeliebtheit auf Platz fünf.

Eigentlich ein Grund zur Freude, zumindest für die Betreiber und den Staat, doch für viele Spieler bedeutet dies auch großes Leid. Die Nachfrage nach Glücksspiel ist in Italien groß, dementsprechend wächst auch das Angebot, Mit dem Umfassenden Glücksspielangebot vor Ort wird die Spielsucht jedoch auch mehr und mehr zum Problem.

Glücksspiel in Italien:

– Bingo wurde in Italien erfunden

– Heute gibt es circa 22 Bingosäle in Italien

– Lottospiel wurde ebenfalls in Italien erfunden

– drei Mal die Woche werden die Gewinnzahlen des SuperEnalotto gezogen

– ein Fünftel aller Rubbellose weltweit werden in Italien gedruckt

– eine halbe Million Slot-Machines gibt es, nicht nur in Spielsalons

– ein Drittel aller Video-Lotterie-Terminals weltweit stehen in Italien

– Online Glücksspiel boomt vor Ort mit circa 400 verschiedenen Internetseiten

Die Zahlen zum italienischen Glücksspiel sprechen zusätzlich zum Angebot für sich. Pro Jahr geben die Italiener pro Person etwa 650 Euro für das Glücksspiel aus. Seit dem Jahr 2000 ist der Umsatz der Branche um rund 350 Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 lag der Umsatz der Glücksspielbranche in Italien bei einem Betrag in Höhe von 88 Milliarden Euro.

Wenn die Leidenschaft zur Sucht wird

Neben den Einnahmen aus dem Glücksspiel und dem Vergnügen, welches die Spieler dabei empfinden, hängt die Spielsucht wie ein drohendes Schwert über den Italienern. Vor allem in Regionen mit einem niedrigen Einkommen ist das Glücksspiel besonders beliebt. Dies lässt darauf schließen, dass vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen ihr Glück beim Spiel versuchen wollen, um so Rechnungen zu begleichen oder gar ihr Leben finanzieren zu können.

Wenn dies jedoch der Antrieb ist, dann endet dieses Spielverhalten oftmals in der gefährlichen Spielsucht. Rund eine Millionen Menschen gelten als krankhaft abhängig, die doppelte Anzahl an Spielern ist zumindest suchtgefährdet. Diese Zahlen sind beunruhigend, denn die Spielsucht kann den kompletten Existenzverlust zur Folge haben. Darüber hinaus münden Süchte dieser Art oftmals in Kriminalität bis hin zur eigenen Selbstmordgefahr.