Eine neue Studie aus Hamburg hat ergeben, dass Hamburgs Jugend viel und gerne zockt. Ganz hoch im Kurs stehen vorallem online Poker, online Spielautomaten und Sportwetten bei den Jugendlichen.

Im Auftrag der Hansestadt Hamburg wurde von dem Büro für Suchtprävention eine Stude durchgeführt, bei der 3500 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren befragt wurden. Das Ergebnis der Studie war erstaunlich, denn jeder vierte von den Befragten verbringt fast 20 Stunden pro Woche vor dem Computer. Die Glücksspielteilnahme der Hamburger Jugendlichen liegt bei 10 Prozent.

50 Euro investieren die minderjährigen Zocker monatlich für Online Glücksspiele. Bei den meisten Jugendlichen ist das mehr als ein Viertel ihres monatlichen Taschengeldes, so der Leiter des Büros für Suchtprävention, Theo Baumgärtner.

Besonders beliebt ist das Glücksspiel bie Jugendlichen mit Migrationshintergrund, doch die Studie zeigt auch, dass Berufsschüler und Gymnasiasten wesentlich häufiger online spielen als Haupt- oder Gesamtschüler. "Das Glücksspiel trifft auch die sogenannten besseren Bildungsschichten und ist kein soziales Phänomen", so Gesundheitssenator Dietrich Werisch.

Vorallem mit PC-Spielen haben Jugendliche kein Problem, wenn das Spielen allerdings überhand animmt, können gesundheitliche und schulische Probleme entstehen. Vor Allgemeinplätzen und des pauschalen Verbots von Online Spielen warnt jedoch der Fachsprecher für Medienpolitik, Uwe Grund. Vielmehr müsse die Medienkompetenz der Schüler gestärkt werden. "Junge Leute müssen lernen, wie mit Medien umzugehen ist – und welche Gefahren drohen, wenn sie ihren Medien- oder Spielkonsum nicht mehr kontrollieren können."