Darüber hinaus soll mit der Zeichensetzung ein Anstoß geschaffen werden, dass in Zukunft Sport und Regulierungsbehörden enger zusammenarbeiten und in den Dialog treten. Aktuell ist die Rechtslage des deutschen Sportwettenmarkts ungeklärt. Nachvollziehbar also, dass der Wunsch besteht, dass Sport, Behörden und Wettanbieter in Zukunft enger zusammenarbeiten sollten.

Gefordert werden von Seiten des Deutschen Sportwettenverbandes ein funktionierendes Lizenzsystem und ein intensiver Austausch zwischen Sport, Behörden und Wettanbietern. Bereits im Jahr 2011 wurde von Seiten der Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, dass 20 Sportwettenlizenzen vergeben werden sollen.

Mehr als drei Jahre sind nun vergangen, dennoch wurde die Lizenzvergabe nicht durchgeführt und es ist noch immer nicht absehbar, ob und wann die Lizenzen nun endlich vergeben werden. Diese Unsicherheit würde sich nach Angaben des Verbandes störend auf die Entwicklung auswirken, gerade in Bezug auf die wichtigen Faktoren Jugendschutz und Integrität des sportlichen Wettbewerbs.

Stockende Lizenzvergabe

Das stockende Lizenzvergabeverfahren ist nicht nur nach Ansicht des Deutschen Sportwettenverbandes ein gewaltiger Störfaktor. Der DSWV fordert die Findung einer gemeinsamen, politischen Lösung. Bereits seit über drei Jahren warten die Unternehmen auf die versprochenen Lizenzen.

Nun sind einige Unternehmen vor Gericht gezogen, wodurch das gesamte Verfahren erneut auf Eis gelegt wurde. Unterdessen sollte der Wettmarkt jedoch nicht weiterhin in einer Grauzone existieren, sondern reguliert werden, damit Spieler- und Jugendschutz unterdessen durchgehend gewährleistet werden können.