Auch die Spieler können alle illegalen Glücksspielangebote nutzen, ohne dass ihnen eine Strafe dafür droht. Das illegale Glücksspiel wurde in der Vergangenheit wieder und wieder thematisiert, vor allem aus Gründen des Spieler- und des Jugendschutzes, jedoch scheint die Politiker dies dennoch nicht zu Taten zu bewegen. Nun scheint es so, dass die CSU Partei völlig desinteressiert an Themen wie Jugendschutz und Bekämpfung der Spielsucht zu sein scheint.

Der Glücksspielstaatsvertrag wird schon längst als gescheitert angesehen. Während das legale Glücksspielangebot überreguliert wird, kann das illegale Glücksspiel nebenher ohne Konsequenzen weiterhin angeboten werden, ohne Regulierung und Kontrolle. Die CSU weigert sich konsequent Maßnahmen zu ergreifen, um gegen dieses Ungleichgewicht vorzugehen und um langfristig den Spieler- und Jugendschutz zu gewährleisten, sowie gegen illegales Glücksspiel und die Gefahr der Spielsucht vorzugehen. Von Seiten der Grünen wurde diesbezüglich ein Dringlichkeitsantrag gestellt, der mit der CSU-Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde.

CSU riskiert Vertragsverletzungsverfahren

Die gesetzlichen Regelungen werden vor allem wegen ihrer Inkohärenz von Seiten der Experten beanstandet. Nichtsdestotrotz erscheint es so, als ob die CSU vollkommen desinteressiert an dieser Thematik ist, dies bewies nach Meinung der Grünen auch die Ablehnung des Dringlichkeitsantrags. Damit würde die Partei ein Vertragsverletzungsverfahren riskieren, so Thomas Mütze, Sprecher der Grünen. Die CSU halte weiterhin an einem Staatsmonopol fest, welches äußerst zweifelhaft ist, so wie in der Vergangenheit mehr als einmal unter Beweis gestellt wurde.