Die Casinos generieren weniger Einnahmen und die Junkets können kaum noch Geschäfte machen. Dabei haben die Junkets einen großen Teil zum Boom von Macau beigetragen. Die Junkets organisierten für die Kunden die Reise nach Macau, buchten Unterkünfte und stellten sogar Geld zum Spielen zur Verfügung. Noch heute gibt es Gläubiger, die ihre Schulden aus Zeiten des Booms nicht zurückgezahlt haben.

Die Schulden scheinen sich nun zum Problem entwickeln. Die Junkets fassen neue Pläne und verlassen die chinesische Halbinsel. Die Schulden bei den Gläubigern einzutreiben, scheint nicht im Interesse der Junkets zu liegen. Da die Junkets zu Zeiten des Booms Hand in Hand mit den Casinos Arbeiteten, könnten die Casinos nun, unter den fehlenden Geldern leiden. Manche der Junkets haben bereits damit begonnen, die Schulden zu verkaufen. Verkauft werden die Schulden von den Firmen für rund 20 Prozent oder 30 Prozent des Wertes, die Junkets machen so nur wenig Verlust und die Käufer können sich dadurch mit den Gläubigern beschäftigen. Das Risiko liegt dadurch dann nicht mehr bei den Junkets.

Kuriose Formen des Schuldeneintreibens

Zu Zeiten des Booms waren die Junkets durchaus hinterher, die Schulden von den Gläubigern einzutreiben. Es dauerte maximal sechs Monate, bis die Casinos ihr Geld sahen. Nun sind teilweise schon 15 Monate ins Land gegangen und die Casinos warten noch immer auf ihr Geld. Das Schuldeneintreiben nimmt langsam kuriose Formen an, wovor die Casinos sich durch Entführungsversicherungen zu schützen versuchen. Kriminalität und Korruption scheint somit in Macau auch jetzt noch ein Thema zu sein, auch wenn der Boom des Glücksspiels vor Ort eindeutig vorbei ist.