Mit Schulden in Höhe von 25 Milliarden Dollar und einer hohen Arbeitslosenraten von 12 Prozent ist die Wirtschaft des amerikanischen Bundesstaates nicht gerade rosig. Es ist kein Geld da und jede Einnahmequelle ist willkommen, da kommt die Legalisierung des Online Glücksspiels wie gerufen, sie soll die Finanzen sanieren.

Diejenigen, die für die Legalisierung sind, rechnen mit einer Milliarde mehr an Erträgen, die binnen 10 Jahren eingefahren werden könnten. Die Lobby-Organisation "California Online Poker Association", führt auch die Inland-Casinos "Hawaii Gardens", "Hollywood Park", "Commerce Casino" und die "Morongo Band of Mission". Letztere haben eigene Cardrooms.

Die Organisation brachte Ideen beim Senat von Kalifornien ein und die Betreiber Casino würden gerne bei diesem Geschäft dabei sein. Der Bundesstaat soll dafür alle Hindernisse aus dem Weg räumen und auch vom Siegeszug des Online Casinos profitieren, indem er die Erträge mit 10 Prozent Steuern belegt.

Ein Sprecher der Organisation sagte, dass diese Maßnahmen zur Lösung der Finanzprobleme des Staates beitragen könnten, allein im ersten Jahr will man 82 Millionen Dollar einfahren und nach fünf Jahren sollen es stets 100 Millionen Dollar jährlich sein.

Doch es gibt auch Kritiker der Legalisierung, wie beispielsweise einige Indianerstämme, die "Brick-and-Mortar"-Casinos unterhalten und ihre Gewinne zum Großteil durch Automaten beziehen.

Sie wollen diese Erträge unzugänglich machen, wenn dieser Entwurf vom Senat gebilligt wird. Herr Jones, der in der kalifornischen Koalition gegen die Expansion von Glücksspielen ist, prophezeit, dass viele Familien in den Ruin getrieben werden, wenn das Online Glücksspiel gestattet wird.

Dies würde für den Finanzhaushalt von Kalifornien mehr Schlechtes als Gutes bringen. Er sagt, dass keine Gesellschaft durch das Glücksspiel zum Wohlstand gelangen könne. Einen Entschluss, wie es mit dem Online Glücksspiel in Kalifornien weitergehen soll, soll noch im Januar im Senat getroffen werden.