Die Behörden waren mit diesem Vorgehen bereits erfolgreich, allerdings versuchen die Anbieter nun, gegen diese überraschenden Kontrollen vorzugehen. Hier werden aktuell extreme Varianten genutzt, um gegen die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels vorzugehen. Dies zeigt deutlich auf, wie wenig die Anbieter das Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien akzeptieren wollen.

Was seit dem Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien im Jahr 2015 passiert ist:

– insgesamt 631 durchgeführte Razzien durch die Finanzpolizei

– Anbieter wehren sich gegen Kontrollen

– neue Abwehrmethoden: einbetonierte Automaten, mit Reizgas- oder Nebelvorrichtungen gespickte Automaten

– Beamte nutzen Atemschutzmasken bei Razzien

– Anbieter verriegelt illegale Etablissements

– Polizei muss sich gewaltsam Zutritt zu entsprechenden Kontrollen verschaffen

Harte Vorgehensweise in der Kritik

Zwischen Anbieter und Finanzpolizei haben sich Fronten gebildet und beide Seiten scheinen nicht aufeinander zugehen zu können oder zu wollen. Seit Jahren werden durch die Behörden Razzien durchgeführt, gegen die die Anbieter sich nun zur Wehr setzen wollen. Von Seiten der Anbieter wird der Finanzpolizei vorgeworfen, dass die Vorgehensweise zu hart sei und die Regulierung inklusive des Verbots des kleinen Glücksspiels nicht rechtmäßig sei.

Schon seit Beginn des Verbots zogen die Anbieter vor Gericht und versuchten sich auf diesem Weg gegen die Kontrollen zu wehren. Da dies offensichtlich nicht zum gewünschten Erfolg führte gehen die Anbieter nun mit schärferen Methoden gegen die Kontrollen vor. Für die Behörden bedeutet dies, dass die Beamten, die die Kontrollen durchführen, sich mehr schützen müssen.