Gesetzliche Regelungen schreiben vor, was im Bereich des Glücksspiels erlaubt ist und was nicht. So funktioniert das auch in Österreich. Trotzdem die Regelungen sehr klar formuliert sind, gibt es weiterhin illegales Glücksspiel. Dieses zu verfolgen ist nicht leicht, sehr zeitintensiv und es wird viel Personal dafür benötigt. Als sinnvolle Methode im Kampf gegen das illegale Glücksspiel haben sich nun unangekündigte Kontrollen und Razzien herausgestellt. Bewiesen wird dies durch die seit Jahresbeginn durchgeführten Schwerpunktkontrollen in Wels und Linz.

Was bei 56 Schwerpunktkontrollen in Wels und Linz erreicht wurde:

  • Beschlagnahmung von ca. 290 illegalen Geräten
  • Abtransport illegaler Geräte
  • Deponierung der Geräte in Lagerhallen
  • Verfügung zur Betriebsschließung an dreizehn Betreiber
  • zwei Zwangsstrafen in Höhe von 15.000 Euro und 25.000 Euro

52 illegale Geräte in einem Etablissement

Die Zahlen, die als Erfolg der Razzien gelten, zeigen deutlich auf, wie weit verbreitet das illegale Glücksspiel trotz der Verbote noch ist. Allein in einem Lokal wurden von Seiten der Behörden 52 illegale Geräte beschlagnahmt. Die Beschlagnahmung von Spielgeräten und Bargeld allein reicht in den meisten Fällen nicht, um die Betreiber langfristig von dem Angebot von illegalen Glücksspielen fernzuhalten. Die Einnahmen aus dem illegalen Glücksspiel scheinen zu verlockend. Als gut funktionierende Methode gelten deshalb die Strafen für das illegale Glücksspiel. Hohe Geldstrafen, Betriebsschließungen oder sogar Haftstrafen bewegen die Betreiber vielleicht dazu, sich auf das Angebot von legalen Glücksspielen zu konzentrieren, so die Hoffnung der Behörden.