So kommt es, dass mehr und mehr kleines Glücksspiel angeboten wird, obwohl die Betreiber hierfür keine Genehmigung besitzen. Die Betreiber von diesen Etablissements geben selbst zu, dass es unzählige illegale Automaten und Spielhallen gebe, jedoch keiner gewillt sei, sich nach einem Gesetz zu richten, welches selbst nicht legal zu sein scheint.

Zum kleinen Glücksspiel zählen die als einarmige Banditen bekannten Glücksspielgeräte. Nach dem die bestehenden Konzessionen ausgelaufen waren, wurden zwar neue Vergeben, diese gingen jedoch an den bekannten Marktführer Novomatic, die kleinen Betreiber blieben hierbei auf der Strecke. Dazu komme das bestehende Glücksspielgesetz, welches erst im Jahr 2010 von Seiten des Europäischen Gerichtshofs als nicht EU-rechtskonform bezeichnet wurde, so die Betreiber.

Auch wenn das Gesetz bereits überarbeitet wurde, so wird es dennoch von vielen Seiten kritisiert, vor allem von Seiten der Betreiber. Durch die bestehende Gesetzgebung wird das Monopol gefördert, dies wird mit dem Spielerschutz gerechtfertigt, denn nur durch das Monopol könne ausreichend Kontrolle stattfinden. Dass es dennoch viel zu viele illegale Angebote gibt bleibt hierbei offensichtlich außen vor.

Die Politik hat es sich nun auf den Plan geschrieben, das illegale kleine Glücksspiel stärker zu bekämpfen. Durch Razzien und Beschlagnahmungen soll das kleine Glücksspiel ausgebremst werden. Die Polizei schätzt derzeit die Anzahl der illegal aufgestellten Automaten auf 120. Das illegale Angebot stelle ein großes Problem dar, so die Regierung, denn durch das illegale Angebot könne der Spielerschutz nicht gewährleistet werden. Auch der Jugendschutz könne an den Spielautomaten nur unzureichend gewährleistet werden, da nicht ausreichend Kontrollen stattfinden würden und so Jugendliche mehr und mehr Möglichkeiten haben an Spielautomaten zu spielen.