Der Kampf gegen die Korruption in Macau bringt sogleich Folgen für die Casinos mit sich, denn die reichen Chinesen, von denen viele Casinos besonders zehrten, meiden seit kurzem die Zockertempel der Glücksspielmetropole.

Weniger VIP-Spieler führen zu Umsatzrückgang

In Macau macht sich anhand der Einnahmen die große Veränderung bereits bemerkbar, zum Nachteil für die Casinos vor Ort. Besonders die VIP-Räume der Casinos in Macau waren immer gut besucht und viele chinesische Highroller versuchten vor Ort ihr Glück. Seitdem die Regierung beschlossen hat, stärker gegen die Korruption vorzugehen, bleiben die VIP Räume leer und die Umsätze der Zockermetropole sind bereits deutlich zurückgegangen. Die Einnahmen der Glücksspielstätten sind im Vergleich zum Vorjahr in den vergangenen Monaten bereits um 3,6 Prozent gesunken. Doch nicht nur in Macau halten die gut betuchten Chinesen sich zurück, auch in Hongkong ist bereits ein Rückgang bei den Umsätzen in Luxusboutiquen zu merken.

Die neue Situation ist nach Angaben von Experten eindeutig auf das Vorgehen gegen Korruption zurückzuführen. Geldwäsche soll in Macau und China nicht mehr so einfach möglich werden, was deutlich an Umsätzen in Macau und auch in den Luxusboutiquen zu merken ist. Der Präsident Xi Jinping hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, den Kampf gegen die Korruption noch zu verschärfen, der mit Hilfe einer Anti-Korruptions-Kampagne bereits im Jahr 2012 begann.

Mit dem stärker werdenden Kampf gegen die Korruption müssen nun auch die Casinos in Macau einen neuen Weg finden, um weiterhin hohe Einnahmen zu generieren. Der Weg der noch übrig bleibt ist die Konzentration der Casinos auf die breite Masse. Hier sollte für die Zukunft nicht mehr so viel Wert auf die VIP-Räume und Tische gelegt werden, sondern vielmehr ein Angebot präsentiert werden, welches die breite Masse nach Macau lockt.