Im ganzen Land sollte der Wettbetrug aufgedeckt werden und so kam es auch dazu, dass 19 Personen wegen Verdacht auf Beteiligung an der Durchführung des Wettbetrugs festgenommen wurden. Unter den vorübergehend festgenommenen Personen befand sich auch der frühere Nationalspieler und Captain des Serie-A-Klubs Lazio Rom, Stefano Mauri. Im Fall Mauri kann die Schweiz keinen Rechtsbeistand an Italien leisten, wie das Bundesstrafgericht in Bellinzona entschied.

Mauri war nun bereits als Mittelfeldspieler wieder im Einsatz, trotzdem gleichzeitig noch Ermittlungen von Seiten der Staatsanwaltschaft von Cremona durchgeführt werden. Der 33-jährige Spieler, der mit seiner italienischen Mannschaft am 26. Mao den Cup gewann, soll an Spielmanipulationen der obersten Liga in Italien beteiligt gewesen sein. Die italienischen Ermittler werden den verdächtigten Spielern Betrug vor.

Mauri wird nachgesagt, dass dieser die Gelder aus dem Wettbetrug auf ein Schweizer Konto geschoben haben soll, wo das Geld auf einem Konto der Eltern des Spielers nachgewiesen werden sollte. Die Eltern reichten jedoch Beschwerde ein, wodurch die bankunterlagen von Seiten der Schweizer Bank nicht an die Ermittler herausgegeben werden durften.

Die Hilfe der Schweiz ist in diesem Fall also nicht möglich, was an einer Gesetzeslücke in der Schweiz liegt. Die Herausgabe der Dokumente wäre nur möglich geworden, wenn der zu Grunde liegende Sachverhalt sowohl im ersuchenden Land wie auch im ersuchten Staat strafbar ist. In Bezug auf die Wettmanipulationen hapert es hier in der Schweiz. Im letzten Jahr wurden sogar drei Fußballer der Schweizer Challenge League freigesprochen, obwohl der Sachverhalt eindeutig war und auch Teilgeständnisse abgelegt wurden.