Gegen eine Partie Romme beim Kaffee ist also auch im Villacher Sonderkrankenhaus nichts einzuwenden, sofern hier nicht um Centbeträge gewettet wird. Grund für diese strenge Regelung ist nach Angaben des Vorstands das Glücksspielgesetz, nach dem auch das Krankenhaus sich richte.

Die Regelung des Kartenspielverbots mit Geldeinsätzen kommt nicht bei allen Patienten gut an. Der Krankenhaus-Vorstand Christian Aigner macht jedoch deutlich, dass Kartenspielen an sich gestattet ist, sofern hier kein Geld eingesetzt wird. Dabei ist es egal, ob es nur um Centbeträge oder höhere Einsätze geht, im Krankenhaus darf nicht um Geld gezockt werden, so steht es in der Hausordnung.

Laut Aigner dient dies dem Schutz der Patienten, denn das Krankenhaus hat diese Regelung seit dem Jahr 2004 und folge damit der Gesetzesvorgabe des Landes. Durch das Verbot sei es auch den Patienten nicht möglich sich vor Ort in Bezug auf die Glücksspielregelung strafbar zu machen, bisher habe dies auch niemanden dazu gebracht sich zu beschweren, so Aigner.

Kartenspiele um geringe Centbeträge sind gesetzlich nicht verboten

Nach der Gesetzgebung in Kärnten jedoch ist das Spielen um Centbeträge gar nicht verboten. Hier gilt die Voraussetzung, dass die Kartenspiele nicht gewerbsmä?ig und nur zum Zeitvertreib durchgeführt werden. Hiervon ist in einem Krankenhaus auszugehen. Dennoch obliegt es den Krankenhäusern, ob in den Hausordnungen hierzu andere Regelungen getroffen werden sollen. Auch wenn das komplette Verbot von vielen Personen als überzogen angesehen wird, so ist es dennoch eine Sache des Vorstandes, diese Regelung beizubehalten oder aus der Hausordnung zu entfernen.