Kurz vor Weihnachten machte der höchste muslimische Geistliche Saudi-Arabiens deutlich, dass auch Schach ein Glücksspiel sei und daher unter dieses Verbot falle. Der Großmufti aus Saudi Arabien bezeichnete das Schachspiel sogar als Werk des Teufels.

Gründe für das Schachverbot im Islam:

– das Spiel mache süchtig

– es sei unislamisch

– es bringe Streit mit sich

– man verschwende Zeit

– es sei eine Geldverschwendung

Diese Gründe nannte der muslimische Geistliche Abdul-Aziz al Sheikh während einer TV-Sendung, bei der durch ihn Zuschauerfragen beantwortet wurden. Die Aussagen des Geistlichen werden als Fatwa angesehen, ein islamisches Rechtsgutachten, welches zwar kein Gesetz darstellt, aber nichtsdestotrotz als Handlungsempfehlung für die Gläubigen zu werten ist.

Schachverband missachtet das Verbot

In Saudi-Arabien und anderen arabischen Ländern gilt Schach durchaus als beliebter Zeitvertrieb. Es gibt einen saudi-arabischen Schachverband, der bisher nicht zu den Äußerungen des Großmuftis Stellung nahm. Im Wallfahrtsort Mekka soll ungeachtet der Handlungsempfehlung ein Schachturnier ausgetragen werden. Bisher wurde dieses noch nicht abgesagt und Spieler sowie Veranstalter gehen davon aus, dass das Turnier vor Ort stattfinden wird.