Diese Geldforderung rechtfertigte der größte Zocker Australiens damit, dass das Casino Schuld daran trage, dass er als spielsüchtiger Spieler so viel Geld in den Casinohallen verlor. Seiner Ansicht nach, hätte das Casinopersonal eingreifen und ihn vom Spielen abbringen müssen. Mit Erklärungen dieser Art versuchen die Spieler es weltweit immer wieder, an verlorene Gelder heranzukommen und Casinos für das Angebot von Glücksspiel zu verklagen.

Kakavas wirft dem Crowne-Casino in Melbourne eine Mitschuld an seinen hohen Verlusten vor, da das Casino den Spieler, trotz offensichtlicher Spielsucht, mit Lockangeboten geködert habe. Angebote wie Geschenke und Flüge mit dem Privatjet machten die Versuchung für den krankhaften Spieler noch größer als sie eh schon war.

Der Spieler hatte bereits ein Spielverbot im Casino in Sydney und das Melbourner Casino habe laut Aussage Kakavas von diesem Umstand gewusst. Der Spieler verspielte im Crowne-Casino letztendlich etwa eine Gewinnsumme in Höhe von 20 Millionen US-Dollar, die der Spieler vom Casino zurückfordert, da dieses Schuld an seinem pathologischen Wettverlust sei.

Vor Gericht hatte Kakavas allerdings mit dieser Begründung kein Glück, denn laut des Richters am obersten Gerichts, sei der Spieler selbständig in der Lage gewesen Entscheidungen zu treffen. Er sei selbst in der Lage gewesen, sich aufgrund seiner erkannten Spielsucht Hilfe zu suchen und die Sucht zu stoppen. Letztendlich bestätigten aber auch Casinos in Macau, Las Vegas und auf den Bahamas, dass Kakavas zu den größten Spielern Australiens gehöre.

Im Jahr 2006 erteilte auch das Casino Melbourne dem Spieler Hausverbot, da er binnen kürzester Zeit eine Summe in Höhe von zwei Millionen Dollar verspielte. Da der Spieler jedoch trotz der Hausverbote keine professionelle Hilfe suchte, sei er selbst verantwortlich für die Verluste, so der Richter, und könne daher nicht das Casino für seinen Schaden verantwortlich machen.