Die Idee der Blockierungen stammte von dem britischen Rechtskonservativen Ashley Fox, der vorgeschlagen hatte, dass die Mitgliedstaaten sich untereinander über die gängigen Methoden der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels auszutauschen.

Hierbei waren die weißen und schwarzen Listen ein besonderes Thema. Viele Mitgliedsstaaten dokumentieren legale und illegale Angebote mit Hilfe der schwarzen bzw. weißen Listen. Oftmals werden die schwarzen Listen dazu genutzt, um Blockierungen der Webseiten durchzuführen. Diese Umsetzung soll laut dem Europäischen Parlament jedoch nicht mehr durchgeführt werden.

Dennoch soll der Kampf gegen das illegale Glücksspiel auch nach der Meinung des EU-Parlaments verstärkt durchgeführt werden. Der Vorschlag des Parlaments an die EU-Kommission bezieht sich vorrangig auf die gesicherten und rückverfolgbaren Zahlungslösungen und in Verbindung damit auch die Sperrung verschiedener Zahlungstransaktionen. Hier ist das Payment-Blocking gemeint, wo die Banken und Kreditkartenbetreiber dazu angehalten werden, die Transaktionen zu illegalen Glücksspielanbietern nicht durchzuführen.

Die Websperren haben schon in anderen Themengebieten zu viel negativer Resonanz geführt. Auch in Bezug auf das Glücksspiel wurden in Bezug auf die Websperren wieder Kritikpunkte laut. Gegen die Websperren haben sich unter Anderem die Bürgerrechtsorganisation "European Digital Rights" (EDRi) und auch die Europäische-Kommission ausgesprochen. Um die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit nicht einzuschränken, dürften Websperren laut Mitstreiter von La Quadrature du Net nicht eingeführt werden.