In der Bundesrepublik haben einer Tageszeitung zufolge sämtliche Bundesländer im Hinblick auf die Spielsucht vor, Änderungen im Bereich der Spielstätten durchzusetzen. Grund dafür ist, dass mehr und mehr Bundesbürger, nach aktuellen Zahlen über 400.000, der Sucht anheimfallen.

Man verlangt, dass die rund 10.000 Automaten, die in den Spielstätten des Landes bereitstehen, umgemodelt und zum Teil abgeschafft werden. Hier möchte man den höchstmöglichen Hauptgewinn von 500 auf 300 Euro heruntersetzen und den höchsten Einsatz je Stunde von 80 auf 48 Euro reduzieren.

Dazu plant man eine Zeiterhöhung der Spiele von 5 auf maximal 20 Sekunden sowie Pausen zwischen den Spielphasen. Weil diese Thematik in der Bundesrepublik und den angrenzenden Staaten auf rege Resonanz stößt, haben zahlreiche Unternehmen, sei es nun in der virtuellen und der realen Welt, Umfragen dazu eingeleitet.

Auf der Internetseite der "Welt" gibt es die Umfrage, ob die Automaten aus den Gaststätten verschwinden sollen, dabei kann man zwischen zwei Antwortmöglichkeiten wählen. Entweder man befürwortet dieses Vorhaben, weil die Risiken für Suchtkranke zu stark sind oder man ist dagegen, weil man einen solchen Plan nicht gutheißt.

Letztere Antwortmöglichkeit wurde von 70 Prozent der Teilnehmer gewählt. Damit machten sie klar, dass man mit solchen Maßnahmen mit Kanonen auf Spatzen schießt. Mit den Wünschen der Bürger haben diese also nicht viel gemeinsam.

Als Beispiel können auch die Ergebnisse der Landtagswahlen besonders in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die mit dem Ereignissen in Japan in Zusammenhang stehen, angeführt werden. Die Grünen konnten ihre besten Wahlresultate seit dem Entstehen ihrer Partei verzeichnen und stehen hoch im Kurs.

In Kürze finden sich alle Bundesländer zusammen, um die Änderungen des Glücksspielvertrags zu diskutieren. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Termin nicht wieder verschoben wird.