Die Entscheidung wurde ohne Begründung erst einmal bekannt gegeben, nun jedoch gibt es eine Erklärung dafür, warum keine der drei Casinolizenzen an die Casinos Austria gingen. Ein Grund für die Entscheidung sei das Debakel in Argentinien gewesen. Mit der Auslandsgesellschaft der Casinos Austria hatte das Unternehmen in der Vergangenheit in Argentinien kein Glück, denn dem Unternehmen wurden vor Ort die Lizenzen entzogen. Dies soll nun ein Mitgrund dafür sein, dass man sich bei der Vergabe der heimischen Lizenzen gegen die Casinos Austria entschieden habe.

In einer Stellungnahme des Finanzministeriums heißt es, dass die Aufsichtsdefizite in Argentinien ein Grund dafür seien, dass keine der drei Extralizenzen in österreich an den ehemaligen Monopolisten ausgegeben wurden. Der Chef der Casinos Austria, Karl Stoss, plant nun die genaue Prüfung der Bescheide, um gegebenfalls beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einlegen zu können. Die drei Casinolizenzen in Österreich wurden an die Novomatic und die Stadtcasinos Baden/Gauselmann-Gruppe ausgegeben.

In einer Pressemelung heißt es, dass die Casinos Austria keine Chance auf eine der drei Lizenzen gehabt hätten, da der Lizenzentzug in Argentinien wegen Verstößen gegen Geldwäschebestimmungen ein schlechtes Licht auf das Unternehmen warf. Aus diesem Grund sei die Entscheidung bei der Vergabe der Lizenzen auf die beiden Mitbewerber gefallen, die im Vorfeld bei den bestehenden 12 Casinolizenzen jedoch leer ausgegangen waren. Verwunderlich ist die Entscheidung dennoch gewesen, weil die Casinos Austria in der Bewerbungsrunde als Favoriten des Glücksspielbeirats des Finanzministeriums galten.

Offensichtlich fiel die Entscheidung jedoch dann am Ende ganz anders aus, weil verschiedene Stellen im Vorfeld intervenierten. Die Casinos Austria gehen in jedem Fall nicht davon aus, dass das Debakel in Argentinien der tatsächliche Grund gewesen sein könnte, da die Pleite vor Ort schon zur Zeit der Konzessionsvergabe bekannt war, wo die Casinos Austria als Betreiber für die 12 Casinos in österreich ausgewählt wurden.