Poker in Österreich – das Paradies für viele Spieler. Doch in diesem Paradies waren in der Vergangenheit dunkle Wolken aufgezogen. Warum? Die Finanz hatte darüber diskutiert, Steuern für das Pokerspiel in Österreich einzuführen. Hier ging es vor allem darum, die Besteuerung von Turnierpoker im Jahr 2017 einzuführen. Dieses Thema ist jedoch nach Angaben des Finanzministeriums nun vom Tisch.

Was war geplant?

  • Poker und Lottospiel waren bisher gleich
  • alle Gewinne waren steuerfrei
  • Turnierpokerspieler sollten ihre Gewinne ab 2017 als Einkommen versteuern
  • viele Hobbyspieler wären so in höhere Steuerklassen gerückt
  • dies war in entsprechendem Entwurf als Passus verankert
  • dieser Passus wurde nun gestrichen
  • Steuerthema soll weiterhin diskutiert werden, aber aktuell sollen keine Änderungen vorgenommen werden

Abwanderung aufgehalten

Wäre der Plan des Finanzministeriums wohl umgesetzt wurden, so hätte damit gerechnet werden müssen, dass die Pokerspieler abwandern. Diese Gefahr muss auch der Finanz bewusst geworden sein, denn eine Abwanderung der Pokerspieler aus Österreich hätte dem Markt langfristig schaden können. Ähnliche Situationen gab es in Frankreich, bei der Abschottung von Onlinepoker. Dementsprechend ist die Einführung einer entsprechenden Steuer erst einmal vom Tisch, dennoch soll weiterhin darüber diskutiert werden.

Während nun also in Österreich weiterhin steuerfrei Poker gespielt werden kann und die Pokercommunity dadurch allen Grund zum Aufatmen hat, dürfen die Spieler sich jedoch eventuell nicht zu sicher fühlen. Auch wenn das Thema vom Tisch ist, so wird auch in Zukunft mit Sicherheit weiter darüber diskutiert. Wohin diese Diskussionen führen werden ist heute noch unklar. Die Spieler sollten die Gelegenheit nutzen und Österreich als Paradies weiterhin anerkennen, denn dies kann sich trotz allem in Zukunft ändern. So lange jedoch keine Steuern gezahlt werden müssen, können die Cardrooms weiterhin von Hobbyspielern aber auch von Pokerprofis genutzt werden.