Bisher war es in Spielhallen üblich, dass die Spieler vor Ort, kostenlose nicht-alkoholische Getränke wie Softdrinks, Wasser, Kaffee oder Tee angeboten bekommen haben. Dieses Angebot wird es in den Spielhallen für die Gamer jedoch bald nicht mehr geben.

Statt wichtigere Dinge zu besprechen, wovon es aktuell auch durchaus einige gäbe, wurde nun im Bund-Länderausschuss „Gewerberecht“ genau darüber diskutiert. Hierbei kamen die Mitglieder zu dem Beschluss, dass das kostenlose Verköstigungsangebot nicht mehr gestattet werden dürfe. Hierbei beriefen die Mitglieder sich auf Auslegung der Spielverordnung (§9 Abs. 2).

Der Beschluss des Ausschusses sorgte direkt dafür, dass bereits in manchen Regionen mit Bußgeldern gedroht wurde, im Falle der Zuwiderhandlung. Die Spielhallenbetreiber wurden auf die Entscheidung hingewiesen. Offensichtlich geht es auch nicht mehr nur um den kostenlosen Ausschank der Verköstigung, sondern um das generelle Verbot für Spielhallenbetreiber, den Gästen entsprechende Verköstigungen anzubieten.

Hier ist noch nicht einmal geklärt, ob Leitungswasser in Ordnung gehen würde. Für die Spielhallenbetreiber ist dies ein hartes Los, denn wie sollen Gäste in die Spielhallen gelockt werden, wenn diesen dann nicht mal etwas zum Trinken angeboten werden darf?

Ausrottung der Branche

Es wird bereits vermutet, dass diese offensichtlich willkürlich getroffene Entscheidung, die Branche bekämpfen soll. Für viele sind die Spielhallen ein Schandfleck in den Städten und werden mit der gefährlichen Spielsucht gleichgesetzt. Ein Verköstigungsverbot würde dazu führen, dass die Spielhallenbetreiber mit sinkenden Besucherzahlen umgehen müssten.

Weitere gesetzliche Regelungen sorgen bereits dafür, dass viele der Betreiber um die eigene Existenz fürchten und Angestellte um ihre Arbeitsplätze. Auch das Verbot der Verköstigung in Spielhallen wird mit der Bekämpfung der Spielsucht gerechtfertigt, aber gerade hier ist es schwer der Politik zu glauben.