Das Glücksspiel und die oft damit in Verbindung gebracht Spielsucht ist ein hart kritisiertes Thema und stößt oft auf Ablehnung.

Die Politiker wiedersprechen sich in vielerlei Hinsicht auf das Glücksspiel bezogen, denn auf der einen Seite werden Lotterien, die staatlich sind, unterstützt, auf der anderen Seite gibt es aufgrund von Spielsucht und Suchtgefahr viele Gegner des Glücksspiels. Besonders beim Poker wird ein Hohes Maß an Kontrolle und überwachung gefordert, um die Spielsucht zu verringern und die Suchtgefahr einzugrenzen.

Poker ist in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Spiel geworden und neben den Casinos, an denen das Spiel an den Live-Tischen mit Vergnügen gespielt wird, gibt es viele private Kreise, die sich zu Hause zu freundschaftlichen Poker-Turnieren verabreden. Auch im Internet werden heutzutage verschiedene Pokerarten angeboten. Neben der Freude, die die Spieler miteinander Teilen und beim Poker-Spiel ausleben können, birgt das Spiel eine gewisse Gefahr. Beim Glücksspiel und meist auch beim Poker geht es neben dem Spiel um das Gewinnen, denn meist wird Poker mit Geldeinsatz gespielt. Beim Spielen um Geld ist die Suchtgefahr immer vorhanden, so also auch beim Poker.

Statistiken belegen jedoch, dass das Pokerspiel nicht das Spiel mit der größten Suchtgefahr ist. Hier gibt es andere Spiele oder Wetten, die gefährdete Gamer in die Sucht treiben können. Hierzu zählen vorrangig die Spielautomaten und Sportwetten unter Anderem. In Berlin wurde nun eine Studie der Uni Greifswald und Lübeck vorgestellt, die sich mit der Anzahl der Spielsüchtigen beschäftigt. Laut der Studie sind es insgesamt rund 500.000 Personen in Deutschland, die der Spielsucht unterlegen sind. Darüber hinaus gibt es in Deutschland 4 Millionen Personen, die durch das Glücksspiele Probleme bekommen haben o9der sich in problematischen Situationen wiederfinden mussten.

Bei der Studie wurde in die einzelnen Spielbereiche aufgeteilt und zu jeder Richtung wurden telefonisch Personen befragt. Insgesamt zählen 15.00 Personen zu den Befragten, die sich im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befinden. Neben den telefonischen Befragungen wurden Hilfestellen für Suchtprävention aufgesucht, Spielhallen und Casinos und weitere Betreiber und Hilfeleister, die zu dem Thema befragt wurden. Die Studie wurde demnach sehr genau und umfassend geplant und durchgeführt.

Bei den Umfragen ergaben sich 575 Personen, die durch das Glücksspiel Probleme bekommen haben und wurden daher während der Studie intensiver befragt. Die Befragten gaben an, welche Glücksspiel-Methode als Ursache für die jeweiligen Probleme gesehen wurde. Auf Rang eins bezüglich dieser Frage befinden sich die Spielautomaten, dicht gefolgt von dem Spielangebot in den Casinos. Insgesamt 48 Personen, von denen, die befragt wurden, gaben, an, durch die Glücksspielmethode Poker Probleme bekommen zu haben.

Sie Spielautomaten gelten als oft vorkommender Anfang der Spielsucht. Gründe hierfür werden vor allem darin gesehen, dass es die Spielautomaten überall gibt: in Casinos, in Kneipen, in Imbissbuden und so weiter. Verhängnisvoll sind laut Expertenmeinungen vor allem sie Automatenhallen. Trotz besonderer Auflagen, dass nur eine bestimmte Anzahl an Automaten aufgestellt werden dürfen und diese erst ab einem bestimmten Alter benutzt werden sollen, fehlt die notwenige Kontrolle, damit die Spielbegeisterten der Spielsucht entgehen können. Manche Regierungsangestellte fordern sogar die komplette Abschaffung der Automatenhallen.

Die Spielsucht selbst müsse stärker bekämpft werden, mit dieser Meinung sind sich alle einig. In welcher Form jedoch, das bleibt bisher noch unklar. Schärfere Kontrollen auf der einen Seite, Abschaffung auf der anderen. Die perfekte Lösung existiert noch nicht, müsse jedoch gefunden werden, denn die Spielsucht müsse in jedem Fall bekämpft werden.