Griechenland steht am Rande des Abgrunds, seine Kassen gähnen vor Leere, der Haushalt ist alles andere als stabil. Kurzum das Land ist pleite.

Dem will man mit der Glücksspielbranche entgegenwirken. Die Liberalisierung des Marktes für Online Glücksspiel auch für die Privatbetreiber soll die leeren Kassen auffüllen.

Man möchte Zulassungen für Online Poker und Online Casinos in diesem Jahr zuteilen. Dazu solle eine Behörde, die das Glücksspiel beaufsichtigt, etabliert werden. Diese hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Zulassungskriterien eingehalten werden.

Fachleute rechnen damit, dass im nicht kontrollierten Glücksspielmarkt, wozu auch das virtuelle Poker gerechnet wird, jedes Jahr Erträge von bis zu vier Milliarden Euro eingenommen werden.

Die Regierung Griechenlands möchte davon ihren Teil des Kuchens abhaben. Der Finanzminister hatte schon im April des vergangenen Jahres vor Repräsentanten der Spielbranche in der griechischen Hauptstadt verlauten lassen, dass der Staat an Gesetzen arbeite, die das Glücksspiel lockern sollen.

Damit möchte man sich eine weitere Finanzquelle eröffnen. Infolge der Regulierung sollen auf kurze Sicht steuerliche Erträge in Höhe von einer Milliarde Euro eingefahren werden.

Der Internationale Währungsfond und die Länder, die den Euro als Währung haben, greifen dem Land mit rund 110 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre unter die Arme. So will man einer Staatspleite Griechenlands vorbeugen.