Die Bereiche Spielbanken und Spielhallen sind nicht einheitlich reguliert. So kommt es dazu, dass die privaten Anbieter fordern, dass auch die Regulierung in den Spielbanken strenger vorgenommen wird. Andersherum ist es genauso, denn die Betreiber der Spielbanken fordern eine Anpassung der Regelungen für die Spielhallenbetreiber.

Auslöser für den Streit sind wohl die geplanten Auflagen für die Spielhallen. Der Streit wird zwischen den privaten Anbietern und den staatlichen Spielbanken ausgefochten. Die privaten Anbieter befürchten zu strenge Regelungen für die Automatenbranche, gleichzeitig bezeichnen die staatlichen Spielbanken die geplanten Regelungen für zu locker. Gefordert wird im Prinzip von beiden Seiten, dass die Regelungen der staatlichen und privaten Glücksspielanbieter gleich sein müssten, um so gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Verantwortlich für die Spielverordnung ist der Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Dieser habe jedoch nicht bis zum Ende gedacht und der Spielbankenverband kritisiert vor allem die Tatsache, dass die Verordnung nicht weit genug gehe. Die Regelungen der Spielhallen sollten auf die Regelungen der Spielbanken angepasst werden, um so die gleichen Voraussetzungen und Bedingungen sowie auch Chancen zu schaffen.

Während die Spielautomaten bisher lediglich als Unterhaltungsangebote behandelt wurden, so zeigen die Experten auf, dass sich die Automaten in den Spielhallen kaum noch von denen in den Spielbanken unterscheiden. Die Regelungen für die Spielhallen sind jedoch in dieser Hinsicht nicht streng genug und wenig auf die Automatenregulierung angepasst, die für die Spielbanken gilt.

Während für die Spielhallen nur das Gewerberecht gilt, so müssen die staatlichen Spielbanken sich an die Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag sowie in den anderen Spielbankengesetzen halten. Nun sollen neue Regelungen und Vorgaben für die privaten Anbieter eingeführt werden, die jedoch erst in den nächsten vier Jahren Gültigkeit erlangen sollen.