Erst vor Kurzem war die Spielbank wieder mit negativen Schlagzeilen in den Medien. Diesmal ging es um den Betreiber der Diskothek und Lounge Nyx, die sich in dem Casino befindet. Der 45-jährige Betreiber wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft verhaftet.

Dem Betreiber und seinem 47-jährigen Compagnon, der als Marketingchef des Casinos fungierte, werden mehrere Delikte vorgeworfen. Zu den vorgeworfenen Delikten zählen unter Anderem schwere Körperverletzung, Betrug, Freiheitsberaubung, Urkundenfälschung und Unterschlagung.

Auch wenn das Casino Lugano hier als geschädigte Partei auftritt, so gerät es dennoch in ein äußerst schlechtes Licht, da Details über die Beteiligten und über das Casino bekannt werden, die nicht sonderlich löblich für das Etablissement sind. Eigentlich sollten Casinos wie das in Lugano über ein Sicherheitskonzept verfügen, welches in erster Linie vor Kriminalität jeglicher Art schützen soll. Nun hat sich bereits die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) eingeschaltet und eine Administrativuntersuchung eingeleitet.

Die Stadt ist zu gewissen Teilen an der Spielbank beteiligt, die für sich selbst und auch für die Stadt fast nur noch Verluste einfährt. Der Wert der Spielbank ist stark gesunken und die Skandale zehren an dem Image der Stadt und vor allem an dem Image der Politiker, die an den Geschäften der Spielbank beteiligt sind.

Der Schaden, den die negativen Schlagzeilen und Affären anrichten, trifft vor allem den Ruf des Casinos und auch den Ruf der Stadt. Weiterhin besteht auch die Gefahr, dass die ESBK sich dazu entscheidet, dem Casino in Lugano die Konzession zu entziehen.